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Kurzmeldungen

Facebook: Falsche E-Mail lädt Trojaner nach!

30. Oktober 2009 / Joerg Wittkewitz

Seit zwei Tagen sind gefälschte E-Mails von Facebook unterwegs. Es gibt eine Variante mit bösartigem Anhang und eine mit einem Link, der nicht bei Facebook landet, sondern zum Runterladen eines schädlichen Update-Tools auffordert. Beides hat zur Folge, dass der Computer nach dem Befall mit dem trojanischen Pferd ungewollt eigene Programme nachlädt und ausführt.

Die Mails haben den Betreff “Facebook Account Update“, “new login system” oder “Facebook Update Tool”. Der Absender Facebook ist gefälscht. Die Mails fordern euch dazu auf, erstmal das Facebook-Konto zu aktualisieren, damit das angeblich neu eingeführte Login-System von Facebook nutzbar werde. Man wird entweder auf eine Seite geführt, um das Update-Tool herunter zu laden oder es ist schon als Attachement dabei.

Die updatetool.exe enthält ein trojanisches Pferd. Das ist eine Datei, die dem Rechner keine erkennbaren Schäden zufügt, ihn aber kapert. Ohne dass ihr etwas merkt, wird der Rechner mit tausenden anderen zusammen zu einem Netz aus befallenen Rechnern, mit denen Kriminelle Server im Netz angreifen. So ein Netz aus Rechnern von ahnungslosen Computernutzern nennt man Botnet, weil diese Rechner wie Roboter von außen gesteuert werden. Euer PC lädt dann weitere Malware (also schädliche Programme ) aus dem Internet nach und wird zum Handlanger für Straftaten Dritter. Die Erkennung des Schädlings durch Antivirusprogramme ist im Moment nicht besonders viel versprechend, aber das ändert sich erfahrungsgemäß mit der Zeit und dürfte schon nächste Woche besser sein.

Kurzum:

Haltet grundsätzlich die Augen auf bei E-Mails, die euch dazu auffordern, Programme herunter zu laden – auch und gerade, wenn sie von Netzwerken wie Facebook oder SchülerVZ oder StudiVZ kommen. Die würden euch auch keine Dateien in eine Mail packen. Wer ganz sicher gehen will, der kann die Darstellung von so genannten HTML-Mails völlig unterbinden. Dann sieht man nur noch Text ohne Layout und Design in den E-Mails – ähnlich wie eine Word-Datei. Denn E-Mails funktionieren heutzutage wie Webseiten, also kann darin auch ein bösartiger Code eingeschleust werden. Wem das zuviel Vorsicht ist, der überlegt einfach zweimal, bevor er oder sie eine offiziell aussehende Mail mit einer Aufforderung zum Handeln auch wirklich plausibel findet. Große Veränderungen werden meist Wochen zuvor angekündigt und ihr wisst, was auf euch zukommt. Einfach so mal eben ändert keine Firma die ganze technische Struktur. Und wenn, dann tun die Firmen das im Hintergrund, sodass ihr kaum Änderungen spüren würdet.

Weitere Infos

  • zdnet.de: Websense warnt vor gefälschten facebook Mails
  • Pcwelt.de: Falsches Update-Tool für Facebook

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facebook


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