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Kurzmeldungen

Open Social Gadgets: VZ-Netzwerke öffnen sich

8. Dezember 2009 / Tim Struck

studiVZ_apps_screenGestern Abend haben die VZ-Netzwerke ihre neuen Applikationen – Open Social Gadgets – frei geschaltet. Diese findet ihr ab sofort in der Navigationsleiste am linken Bildschirmrand den Reiter „Meine Apps“. Erste Anwendungen sind zum Beispiel „11 Freunde News“ und „Zeit Online“ aber auch „Röhre“ und „Wolle’s Doppelkopf Stube“. Dies scheint gut anzukommen, schon am Abend verzeichnete das eine oder andere App bis zu 40.000 Nutzer. Die VZ-Netzwerke – insbesondere StudiVZ und MeinVZ – ziehen damit Facebook und Xing nach und öffnen sich gegenüber Drittprogrammen.

Die Erweiterung klingt im ersten Augenblick toll, damit geht allerdings ein nicht unwesentlicher Aspekt einher: Mit der Einführung von Open Social bieten die VZs nun eine Schnittstelle für externe Programme. Hiermit erlauben sie Entwicklern bzw. Applikationen zwar die VZs fortan in jeglicher Richtung zu bereichern, gleichzeitig gewähren sie den Apps und deren Anbietern allerdings auch Zugriff auf eure Daten und Funktionen.

Um den Applikationen nicht Zugriff auf alle Profildaten zu gewähren – dies ist zum Beispiel bei Facebook der Fall – hat StudiVZ die so genannten „Visitenkarten“ eingeführt. Um Anwendungen nutzen zu können, muss zu allererst eine solche angelegt werden. Mit der Visitenkarte entscheidet ihr, was ihr der Anwendung preis gebt. Welche Daten für die Nutzung einer Applikation erforderlich sind, hängt dabei von jeder einzelnen Anwendung ab.

Welche Daten ihr her gebt ist damit klar, aber was passiert fortan mit diesen Daten bzw. wofür werden diese genutzt? Hier liegt der Knackpunkt: Das hängt nämlich nun nicht mehr von StudiVZ sondern vielmehr von den einzelnen Applikationsanbietern ab. Jedes Unternehmen, das Anwendungen zur Verfügung stellt, hat eigene AGBs und bestimmt damit über die weitere Verwendung der Daten. Um hier auf Nummer sicher zu gehen, achtet auf Folgendes:

  • Überlegt euch genau, welche Anwendung ihr unbedingt nutzen wollt; je mehr Apps ihr nutzt, umso weiter streut ihr eure Daten.
  • Schaut euch vorab die Nutzungsbedingungen der App-Anbieter an.
  • Füllt nur die Informationsfelder aus, die die Applikation zum Betrieb benötigt; am Besten, ihr legt für jede Applikation eine Visitenkarte an.
  • Seid nicht offenherzig mit euren Daten, im Zweifel nutzt die Anwendung lieber nicht.
  • Und beachtet: Niemand kann euch vorschreiben, hier reale Angaben zu machen!

Ob nun der Zugriff auf andere Daten eures Profils mit der Visitenkartenregelung verwehrt bleibt, bleibt unterm Strich allerdings offen.

Weitere Infos

  • Developer.studivz.net: Open Social – Vcard
  • Vzlog.de: Am Montag starten die VZ-Apps
  • Blog.studivz.net: VZ-Netzwerke präsentieren einmaliger OpenSocial Konzept mit umfassender Datenschutzlösung
  • Meedia.de: VZ-Gruppe öffnet sich für externe Apps
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Tags:

apps, studivz


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