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Privatsphäre & Einstellungen

5 Tipps für mehr Sicherheit in Social Networks

17. Dezember 2009 / Tim Struck

Social-Networking-Portale gefährden die Privatsphäre – unter diesem Aufhänger veröffentlichte das Fraunhofer Institut Sichere Informationstechnologie (sit) bereits Ende 2008 eine sehr ausführliche Studie über die Datensicherheit und den Privatsphäreschutz bei der Nutzung von Sozialen Netzwerken. Ab Seite 109 ff. haben wir einen guten Ratgeber für den Umgang mit Networks entdeckt. Dieser ist technisch sicher nicht mehr auf dem allerletzten Stand, wir halten ihn jedoch vor den Entwicklungen der letzten Monate (Datenskandal StudiVZ, Konfusion über die neue Facebook-Privatsphäre-Einstellungen etc.) für aktueller und wichtiger den je. Daher hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

  1. Greift möglichst nicht via Hotspots (offene WLAN-Netzwerke in Cafés, Bahnhöfen, Flughäfen etc.), in Internet-Cafés oder über andere öffentliche Rechner von Drittanbietern auf eure Social Networks zu. Das ist manchmal, und insbesondere im Urlaub, fast nicht zu umgehen, aber eure Daten, Passwörter und das, was ihr kommuniziert, ist aufgrund von zu vielen Schwachstellen ganz einfach für Dritte einsehbar.
  2. Trennt klar bei der Nutzung von Social Networks nach dem Umfeld, mit dem ihr dort im Kontakt bleiben wollt: Zum Beispiel auf Facebook die Freunde, auf StudiVZ die Kommilitonen, auf Xing die Arbeitskollegen etc.. Selektiert demnach stringent euren dortigen „Freundeskreis“ und die Inhalte, die ihr dort Preis gebt. So könnt ihr besser dafür sorgen, dass Freundschaftliches unter Freunden bleibt und Schulisches, Berufliches wie komplett Öffentliches immer im rechten Licht erscheint. Tauscht sehr private oder vertrauliche Informationen lieber von Angesicht zu Angesicht, via Telefon, E-Mail oder Directmessage aus.
  3. Nutzt bei E-Mail-Adressen und Account-/User-Namen in Social Networks, Foren, Chats etc. unterschiedliche Namen und Bezeichnungen. Statt zum Beispiel E-Mail: rakete73@provider.de und Nutzername: Rakete73 lieber rakete73@provider.de und Mondgondel11. So verhindert ihr, dass ihr zum Beispiel via E-Mail-Suche in Netzwerken ungewollt auch auf anderen Plattformen wieder gefunden werdet.
  4. Nehmt euch gleich nach Anmeldung in einem Network zuerst die Account-Einstellungen vor. Bei vielen Netzwerken sind die Standardeinstellungen nicht wirklich das Maß der Dinge (insofern da überhaupt noch was zu retten ist). Gebt erst dann die Daten ein, die ihr hier unbedingt hinterlegen wollt.
  5. Seid generell sparsam mit dem, was ihr in eure Accounts eintragt – ihr werdet ja zu nichts gezwungen. Am besten ist zudem, ihr begrenzt insbesondere in privaten Netzwerken die Sichtbarkeit eurer persönlichen Daten auf den kleinstmöglichen Kreis – also eher auf diejenigen Freunde, Kommilitonen, Arbeitskollegen, die auch wirklich welche sind.

Neben diesen Punkten führt die Studie weitere spezifische Hinweise zu StudiVZ, Facebook, MySpace, Wer-kennt-wen und weitere auf. Diese sind allerdings nicht mehr bei allen aktuell. Ein Blick kann auf alle Fälle aber nicht schaden. Ab Seite 112 geht’s damit im PDF los.

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