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Kurzmeldungen

Facebook-Chef: Bye-bye, Privatsphäre

11. Januar 2010 / Ole Reißmann

Datenschutz war gestern: Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat den großzügigen Umgang seines Netzwerks mit privaten Daten verteidigt. Das soziale Netzwerk wird von Datenschützern kritisiert, weil es seine 350 Millionen Nutzer seit Anfang Dezember zu noch mehr Offenheit drängt. Wer nicht widerspricht oder seine Privatsphäre-Regeln bereits angepasst hat, stellt damit viele Informationen frei zugänglich ins Netz, die vorher nur Facebook-Mitglieder oder Freunde sehen durften.

Mit den neuen Einstellungen soll die ganze Welt Namen, Foto und Freundesliste der Facebook-Nutzer sehen können. Auch Suchmaschinen, die solche Informationen oft für alle Ewigkeit speichern. Jetzt hat Facebook-Gründer Zuckerberg erklärt, warum die Einstellungen geändert wurden – und warum das unproblematisch sein soll.

Die Leute hätten sich in den letzten Jahren daran gewöhnt, mehr Informationen ins Netz zu stellen und mit mehr Menschen zu teilen, erklärte Zuckerberg auf dem Podium einer Preisverleihung in San Francisco. Auf diese Entwicklung habe Facebook reagiert und seine Regeln dementsprechend angepasst, ganz zeitgemäß.

Würde er Facebook heute noch einmal entwickeln, so Zuckerberg, würde er gleich von Anfang an alle Daten frei zugänglich machen. Als Facebook gegründet wurde, hätten sich viele Menschen einfach noch nicht vorstellen können, warum sie überhaupt etwas über sich im Internet preisgeben sollten.

Diese Entscheidung will Facebook seinen Mitgliedern nun abnehmen. Glaubt man dem 25-jährigen Turnschuhträger Zuckerberg, der mit Facebook zum Multimillionär wurde, ist das ganz im Sinne der Nutzer. Doch die neue Offenheit, so sehr sich Jugendliche auch daran gewöhnt haben mögen, ist vor allem eins: Lukrativ für das Unternehmen.

Denn wenn in den Suchergebnissen von Google und Co. noch mehr Facebook-Bilder und Profile auftauchen, wird das Netzwerk noch bekannter und damit für Werbekunden attraktiver. Wer hier also die Standards setzt, die Nutzer oder das Unternehmen Facebook selbst, ist alles andere als klar.


Was könnt Ihr tun?

Wie man Facebook beibringt, die eigenen Daten nicht über das Netzwerk hinaus zu verbreiten, zeigen wir Euch hier.

Weitere Links zum Thema:

  • Spiegel Online: Facebook-Boss nennt weniger Datenschutz zeitgemäß
  • Heise: Für den Facebook-Chef ist Privatsphäre nicht mehr zeitgemäß
  • Netzpolitik.org: Facebooks neue Privatsphäre-Einstellungen
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  • Facebook ändert die Sicherheitseinstellungen
  • Teste mit Reclaim Privacy deine Facebook-Privatsphäre-Einstellungen
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Tags:

facebook


Eine Antwort zu “Facebook-Chef: Bye-bye, Privatsphäre”

  1. Lügen im Internet | TechBanger.de sagt:
    13. Januar 2010 um 06:34

    [...] eine Rolle spielen. Mark Zuckerberg, Boss von Facebook, sorgte kürzlich mit Äußerungen zu den entsprechenden Einstellungen in seinem Social Network für Wirbel; angeblich hatte er das Ende der Privatsphäre verkündet. [...]

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