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Initiativen & Aktionen

Die Internet-Beschwerdestelle geht vor

30. März 2010 / Stefan Ohlrich

Anders als Websites, die sich dem Thema Sicherheit im Internet widmen und „lediglich“ über die Gefahren und Tücken informieren, geht die Internet-Beschwerdestelle gegen unseriöse Angebote vor. Ihr habt mit dieser Anlaufstelle die Möglichkeit, euch zur Wehr zu setzen.

Gefahren lauern überall

Ihr wisst selbst am besten, welche Dienste ihr bevorzugt nutzt: Chatprogramme, Newsgroups und Diskussionsforen …. Und vielleicht ist es auch schon mal passiert, dass ihr dabei über Inhalte gestolpert seid, die euch irgendwie zwielichtig erschienen, wenn nicht sogar illegal, z. B. gehören fremdenfeindliche Parolen nicht in Chaträume oder in Soziale Netzwerke. Wenn euch solche Inhalte auffallen, dann bietet euch die Internet-Beschwerdestelle einen idealen Anlaufpunkt, um dagegen vorzugehen.

Manchmal ist das Problem aber nicht so offensichtlich und nur für bewanderte Nutzer erkennbar. Zum Beispiel bei Altersprüfungen. Dies soll den Jugendschutz wahren, ist oft aber kinderleicht zu umgehen, im wahrsten Sinne des Wortes. Auch in solchen Fällen kann eine kurze Beschwerde zu raschen Verbesserungen führen.

Was gefunden?

Ihr seid auf Seiten gestoßen, die ihr für bedenklich haltet? Ihr bekommt tonnenweise Spam oder E-Mails mit seltsamen Dateianhängen? Für sämtliche Web 2.0-Angebote hat die Beschwerdestelle Formulare eingerichtet, die schnell ausgefüllt sind oder Konten eingerichtet, die eure Hinweise entgegennehmen. Neben Internetseiten und Mails könnt ihr auch Beschwerden über Tauschbörsen, Chatprogramme, Newsgroups, Diskussionsforen und mobile Inhalte einreichen.

Aufklären und umsetzen

Die Seite der Beschwerdestelle bietet zudem einen Ratgeberteil, der kurz und bündig die wichtigsten Informationen zu Themen wie Jugendschutz, Internet- und Medienkompetenz, Tauschbörsen, Chat und Co. liefert. Die Internet-Beschwerdestelle ist zwar kein Informationsportal, aber sie hat gute und bekannte Partner an der Seite. Die Initiative Klicksafe.de, die wir euch auch schon vorstellten, ist die informative Verstärkung, die neben Online-Leitfäden und -Richtlinien zum Einsatz kommt.

Woher kommt die Initiative und an wen geht die Beschwerde?

Hinter der Beschwerdestelle stehen hauptsächlich zwei Verbände. Eco, Verband der deutschen Internetwirtschaft, und die FSM – die Freiwillige Selbstkontrolle Multimediadienstanbieter. Letzteren werden aufmerksame StudiVZ-Nutzer kennen, denn mit dem Symbol in der unteren Leiste (s. Abbildung) zeigt das Netzwerk, dass es Mitglied der FSM ist. Die Beschwerdestelle wurde zudem in die Initiative „Deutschland sicher im Netz“ aufgenommen, dafür steht das andere Symbol in der Leiste. Allen Vereinigungen ist gemein, dass sie sich für die Sicherheit und den Schutz der User im Internet einsetzen, wobei die Kompetenzbereiche klar verteilt sind.

Je nachdem worüber ihr euch beschwert, kümmert sich entweder die eco darum oder die FSM. Die eco ist verantwortlich für Newsgroups, Spam / E-Mail, Diskussionsforen und Tauschbörsen, während sich die FSM mit Chats, Altersverifikationen, Online- und Mobilinhalten befasst. Beide Vereine haben unterschiedliche Verfahrensordnungen, wobei aber eines ganz deutlich betont wird: Eure Daten bleiben unangetastet und werden sofort nach Ende des Beschwerdeverfahrens gelöscht! Das klingt furchtbar juristisch, ist es aber gar nicht, denn wenn eine Beschwerde eingegangen ist, kümmert sich der jeweilige Verband um die Angelegenheit. Keine Angst! Ihr werdet nicht an den Pranger gestellt, sondern bleibt anonym.

Kurzum:

Die Idee dieser Maßnahme ist es nicht, viele böse Chatnutzer, illegale Webseiten oder rassistische Foren zu sperren und die Übeltäter möglichst hart zu bestrafen. Auch in Sachen Jugendschutz will die Beschwerdestelle kein Richter sein, sondern vielmehr auf die Mängel hinweisen, um die Qualität des Internets zu sichern. Sollte es aber doch mal zur Sache gehen, wird sich die Beschwerdestelle dem Problem annehmen. Die Beschwerdestelle ist auf alle Fälle ein wichtiger und kompetenter Ansprechpartner, der viel bewegen kann. Ohne engagierte User funktioniert das aber nicht. Ihr seid also auch gefragt.

Weitere Links zum Thema:

Netzwelt.de: Einfach Petzen bei der Internet-Beschwerdestelle

Heise.de: Internet-Beschwerdestelle registriert mehr Meldungen

Computerbild.de: Illegale Netz-Inhalte? Die Internet-Beschwerdestelle hilft!

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  • Der Safer Internet Day 2012 auf Ich im Netz

Tags:

cyberbullying, klicksafe, persönlichkeitsrechte


3 Antworten zu “Die Internet-Beschwerdestelle geht vor”

  1. Tweets die Die Internet-Beschwerdestelle geht vor | ichimnetz.de erwähnt -- Topsy.com sagt:
    9. April 2010 um 14:12

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Arno Schimmelpfennig erwähnt. Arno Schimmelpfennig sagte: Wenn dir was nicht passt, dann sag es einfach. Aber wo kann mich sich eigtl im Internet beschweren? – http://tr.im/UO1a [...]

    Antworten
  2. schöler peter sagt:
    23. April 2010 um 12:24

    habe waschmaschine bestellt vorkasse geleistet
    199euro habe bis heute nichts gesehen oder gehört geld überwiesen am03.04 heute 23.04.2010 wo kann ich mich hinwenden mfg schöler peter

    Antworten
    • Tim Struck sagt:
      26. April 2010 um 12:15

      Hallo Peter,

      Du solltest Dich auf alle Fälle mit dem Händler in Verbindung setzen und auch noch mal genau die Lieferbedingungen/-zeiten und AGBs prüfen. Wenn dieser in der Tat in Verzug ist, solltest Du dem Händler am besten per E-Mail oder postalisch eine Frist zur Lieferung (z.B. binnen 14 Tagen) setzen. Liefert er immer noch nicht, kannst Du Dein Geld zurückverlangen. Auch hier sollte dann eine Frist gesetzt werden. Klappt das alles nicht, wäre die Konsultation eines Anwalt der nächste Schritt.

      Viele Grüße,

      Tim

      Antworten

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