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Kurzmeldungen

Profilfotos: Auf den ersten Blick

2. März 2010 / Ole Reißmann

Die kleinen Profilfotos in sozialen Netzwerken sind unser Aushängeschild im Internet. Damit präsentieren wir unser digitales Ich – und dummerweise ist der Platz dafür oft nur so groß wie eine Briefmarke (Ihr wisst schon, die kleinen Aufkleber für Mails auf Papier ;-) . Auf nur wenigen Pixeln sollen wir uns der Welt präsentieren, sollen wir einen Eindruck hinterlassen, unverwechselbar sein unter all den anderen kleinen Profilbildern.

Das ist nicht so schwer. Ein Blick in die eigene Freundesliste bei Facebook, Twitter oder jedem anderen sozialen Netz offenbart ein paar einfache Grundregeln. Einige der Bilder sind auf den ersten Blick sympathisch, stechen heraus, sind besonders gut gemacht. Aus dem Vergleich lässt sich lernen: Mit einem Gesicht, das möglichst groß auf das Foto muss, macht man nicht viel falsch. Dass es auch ganz anders geht, zeigen wir Euch weiter unten.

Dicht ans Gesicht

Beim Profilbild zählt der Ausschnit: Nimmt man ein Foto, auf dem man von Kopf bis Bauch oder sogar bis zu den Füßen drauf ist, mag das Gesicht auf der eigenen Profilseite vielleicht gerade und eben noch zu sehen sein. Aber schon in der kleineren Version, die in Gruppen, Listen und Kommentaren erscheint, schrumpft das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zusammen.

Also: Möglichst dicht ran.

Zweite Faustregel: viel Licht. Je besser das Gesicht ausgeleuchtet ist, desto angenehmer ist es anzusehen und desto mehr ist zu erkennen.

Dritter Tipp: Der Hintergrund darf nicht vom Gesicht ablenken. Krasse Muster, harte Linien oder knallende Farben können das Bild unruhig und überladen wirken lassen.

Der Rest ist Geschmacksache. Möchte man sich lieber lachend oder skeptisch mit hochgezogenen Augenbrauen zeigen, im Business-Hemd oder im tief ausgeschnittenen Party-Outfit? Egal ob nun möglichst attraktiv für eine Flirtbörse oder top-seriös für ein Karriere-Netzwerk, mindestens so sorgsam wie die Textfetzen auf dem Profil sollte auch das Bild ausgesucht sein. Es prägt sich dem Betrachter schneller und nachhaltiger ein als jede noch so ausgefeilte Kurzbiografie.

Hauptsache interessant

Die Betreiber der Dating-Plattform OkCupid.com wollten genauer wissen, was für Profilbilder gut funktionieren. Dazu haben sie mehr als 7000 Profile ausgewertet – und dabei einige überraschende Entdeckungen gemacht. Zum Beispiel haben männliche Nutzer mehr Nachrichten bekommen, die auf ihrem Profilbild nicht lächeln und nicht direkt in die Kamera gucken.

Erfolgreicher als aufwendige Fotos waren außerdem selbst gemachte Schnappschüsse mit vergleichsweise schrottigen Webcams und Handykameras. Christian von OkCupid.com vermutet, dass die technischen Mängel durch ein Mehr an Intimität mehr als wettgemacht werden.

Ein Ergebnis konnten die Flirtbörsen-Macher anfangs selbst nicht recht glauben: Ob auf dem Profilbild ein Gesicht gut zu erkennen war oder nicht, machte keinen großen Unterschied. Genauso gut wie ein charakteristisches Gesichtsbild funktionierten auch völlig andere Bilder, beispielsweise mit Taucherausrüstung unter Wasser, allein in der Wüste oder mit einer Gitarre – also interessante Bilder, die etwas über die Person erzählen.

So zumindest das Ergebnis für die Dating-Seite. Für ein seriöses Bewerberprofil empfiehlt sich womöglich eine andere Strategie.

Denn wer etliche Euro für ein aufwendiges Bewerbungsfoto ausgegeben hat, sollte die sorgsame Inszenierung nicht durch einen beliebigen Schnappschuss im Profil des virtuellen Jobnetzwerks kaputt machen. Und warum nicht gleich das Bewerbungsfoto nehmen? Das mag für MySpace und Co. zu langweilig sein, für Xing kann es gerade richtig sein. Doch Achtung: Wenn man das Bild von einem professionellem Fotografen hat machen lassen, sollte man sich vergewissern, dass man das Bild auch im Internet verwenden darf. Einige Fotografen verlangen hierfür eine extra Gebühr.

Mehr dazu:

  • karrierebibel.de: Digitaler erster Eindruck – Warum Sie keinen täuschen können
  • OkTrends: Your Looks and Your Inbox
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Tags:

fotos


Eine Antwort zu “Profilfotos: Auf den ersten Blick”

  1. XING richtig nutzen, Teil 5: 5 Tipps für die Jobsuche | ichimnetz.de sagt:
    29. Juni 2010 um 12:49

    [...] Fotos in solchen Netzwerken gelten dieselben Regeln wie für Bewerbungsfotos: Ihr solltet niemals [...]

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