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Bitte brecht bei mir ein!

24. März 2010 / Erik von Hoerschelmann

Man nehme die Daten von Twitter, Facebook und Foursquare – schon weiß man mehr über eure Aktivitäten und euren Aufenthaltsort, als euch lieb sein kann. Genau das hat ein 25-Jähriger Niederländer gemacht. Seine Seite nannte Boy Van Amstel passenderweise „Pleaserobme“. Er führte einfach die offen im Netz zugänglichen Daten zusammen – schon war für jeden erkennbar, wer gerade definitiv nicht zu Hause ist. Und damit vielleicht auch niemand anders.

Wenn in offen zugänglichen Profilen außerdem noch die Lebens- und Wohnsituation erkennbar ist, ist die Einladung für Einbrecher perfekt. Ob sich der Raubzug dann auch wirklich lohnt, wird spätestens durch Bilder des neuen Flachbildschirms oder Rechners deutlich, wenn ihr sie irgendwo gepostet habt.

Die Macher der Webseite wollten natürlich nicht wirklich einen Service für Kriminelle anbieten. Mittlerweile kann man auf der Seite die echten Personen auch gar nicht mehr sehen, die gerade aufgrund von Twitter- und Foursquare-Angaben erkennbar nicht zu Hause sind.

“We’re not showing the Twitter messages anymore, as they no longer add anything. If you don’t want your information to show up everywhere, don’t over-share ;-)”

[“Wir zeigen die Twitter-Nachrichten nicht mehr, weil sie nichts Neues beitragen. Wenn ihr nicht wollt, dass eure Informationen überall auftauchen, teilt nicht zuviel von euch mit ;-)“]

Macht euch also bewusst, was ihr alles über euch preisgebt, wenn ihr offen zugängliche Dienste wie Facebook, Twitter und vor allem solche, die euren Aufenthaltsort angeben, wie Foursquare nutzt. Das könnte nicht nur für eure Freunde interessant sein. Bedenkt auch, dass auch Lehrer und Eltern sich interessieren könnten, wann und wo ihr euch wo bei Foursquare meldet. Aber die müssen ja auch nicht unbedingt alles wissen, oder?

Tipps für mehr Sicherheit:

  • Bei Netzwerken (Facebook, StudiVZ, etc.) nutzt die Einstellungen, damit nur eure Freunde euch sehen können.
  • Bei Twitter nutzt die Funktion „Meine Tweets schützen“ unter „Einstellungen“. Dann wisst ihr, wer eure Nachrichten lesen kann.
  • Stellt die Urlaubsfotos lieber erst nach dem Urlaub online, dann gebt ihr keinen Hinweis auf evtl. leere Wohnungen.
  • Denkt vor einem Post noch einmal kurz nach: Sollte ich gerade öffentlich machen, wo ich bin? Sichtbar für alle im Internet: für Bekannte, Lehrer, Chefs, Kollegen, Eltern, für wen auch immer?
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Tags:

facebook, foursquare, geotagging, twitter


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