Facebook erlaubt so genannten “Partnerseiten” Zugriff auf Profilinformationen. Derzeit werden Bing, Rotten Tomatoes, Docs, Pandora, Yelp und Scribd als solche aufgeführt. Sicherlich werden in Zukunft weitere hinzu stoßen. Facebook nennt das Ganze “Instant Personalization”.
Die Idee ist, dass Partnerseiten Facebook-Usern zukünftig individualisierte Inhalte präsentieren können. Die User können sich zudem direkt auf der Plattform austauschen. Und auch Facebook kann mit den zusätzlichen Informationen („Was haben die User auf welchen Partnerseiten gemacht?“) personalisierte Inhalte – sprich Werbung – schalten. In diesem Zuge greifen dann auch die Partnerseiten auf Profildaten zu. Welche genau, ist allerdings nicht wirklich bekannt.
Mit der Privatsphäre-Einstellung „Umgehende Personalisierung“ soll man diese nun kontrollieren können. Diese findet ihr unter „Konto > Privatsphäre-Einstellungen > Anwendungen und Webseiten“. Wenn bei dem Punkt “Umgehende Personalisierung” auf “Einstellungen bearbeiten” geklickt wird, erscheint (weiter unten) ein Kontrollkästchen. In der Grundeinstellung ist hier kein Häkchen gesetzt. Um den Zugriff der Partnerseiten auf eure Daten zu verhindern, solltet ihr hier auch keines setzen!
Aber Achtung! Facebook merkt an:
„Bitte denke daran, dass deine Freunde trotz Deaktivierung dieser Funktion auch weiterhin öffentlich sichtbare Facebook-Informationen über dich mit diesen Seiten teilen können, um ihre Erlebnisse auf den Partnerseiten zu personalisieren.“
Um zu prüfen, welche Facebook-Partnerseiten über Freunde auf eure Profile zugreifen, geht wie folgt vor:
- Öffnet den Bereich “Anwendungen und Webseiten” unter “Konto > Privatsphäre-Einstellungen“. Klickt hier bei dem Punkt “Anwendungen, die du verwendest” auf den Button “Einstellungen bearbeiten“.
- Nun erscheinen alle Anwendungen, denen ihr irgendwann erlaubt habt, auf eure Daten zuzugreifen. Partnerseiten tauchen hier ebenso auf.
- Um diese Seiten zu „blocken“, löscht sie einfach in der Übersicht über den X-Button (ganz rechts).
Angemerkt sei:
Die Sicherung der Privatsphäre ist auf Facebook sehr kompliziert und verstrickt. Während die Freigabe von Daten auf Facebook immer schön leicht von der Hand geht, ist das Sperren von Profilinformationen enorm mühsam und nicht wirklich durchsichtig. Daran wird sich auch nichts ändern. Im Gegenteil. Mit jedem neuen Tool, was Facebook einführt, wird es komplizierter.
Die einfachste Art seine Daten zu schützen, ist daher immer noch, diese hier gar nicht erst einzustellen! Denkt immer daran: Ihr könnt bei allen Angaben tricksen und euch zwingt niemand, eure Biografie, euren Beziehungsstatus oder eure Religion einzugeben. Damit fahrt ihr auf Facebook am sichersten.









