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Chatroulette: Anstößiges im Sekundentakt

11. Mai 2010 / Sylke Wilde

Genau wie Spieler beim klassischen Roulette nicht wissen, ob die Kugel auf rot, schwarz oder gar grün fällt, wissen User beim chatroulette nicht, wem sie als Nächstes gegenüber sitzen. Nur dass hier die kribbelige Wartezeit wesentlich kürzer ausfällt. Fast schon im Sekundentakt wechseln die Gesprächspartner: Wildfremde Menschen werden per Webcam nach dem Zufallsprinzip miteinander verbunden und können chatten. Wer bei Chatroulette mitmachen will, benötigt lediglich einen Computer mit Internetzugang sowie eine Webcam.

Die Idee, die hinter Chatroulette steckt, klingt witzig und unterhaltsam. Doch aus Jugendschutzgründen ist diese Webseite keinesfalls zu empfehlen. Denn unter den rund 1,5 Millionen Menschen, die sich auf der Webseite tummeln, finden sich nicht nur gelangweilte Teenager oder Computerfreaks, die einfach ihren Spaß haben wollen, sondern auch jede Menge Exhibitionisten und Voyeure. Statt in Gesichter schaut man viel zu oft in entblößte Genitalien. Grund dafür sind zu lasche Regeln und fehlende Kontrolle.

  • Das Angebot ist kostenlos und unverbindlich,
  • die User müssen sich weder anmelden oder registrieren,
  • noch wird die Community moderiert oder gar auf jugendgefährdende Inhalte überprüft.
  • Alles bleibt anonym und
  • ungewollte Chat-Partner kann man jederzeit mit dem Next-Button oder der F9-Taste wegklicken und sich ein neues Gegenüber zuteilen lassen.

Die Regeln bei chatroulette fallen äußerst knapp aus:

Rules are: 16+; no nudity; click “Report” (or press F2) to report bad stuff.

Doch in wieweit kontrolliert wird, ob die Teilnehmer tatsächlich mindestens 16 Jahre alt sind und/oder nicht entblößt vor dem Rechner sitzen, wird nicht ausgeführt. Diesen Umstand bemängeln insbesondere Jugendschützer:

«Chatroulette» sei aus Sicht des Jugendschutzes problematisch, weil dort auch jugendgefährdende Inhalte wie Pornografie oder Rechtsextremismus gezeigt würden.

Mit chathopper.com und hey-people.com sind vor kurzem Alternativen zu Chatroulette online gegangen. Beide stellen den Reiz, mit Unbekannten in Kontakt zu treten, in den Vordergrund und wollen möglichst wenig Obszönes zulassen. Ob das gelingt, bleibt jedoch fraglich.

Wer Chatroulette, Chathopper oder hey-people trotzdem nutzt und hier Anstößiges wie pornografische oder rechtsradikale Inhalte in den Chatportalen entdeckt, sollte umgehend die Betreiber der Website informieren:

  • bei chatroulette drückt ihr dafür die F2-Taste,
  • bei chathopper könnt ihr über den contact-Button den Administratoren eine E-Mail schicken,
  • und bei hey-people.com gibt es die Möglichkeit, unerwünschte Inhalte auf eine Blacklist zu stellen.

Weitere Links zum Thema:

  • spiegel.de: Internet-Hype Chatroulette: Sex, Schock, Sucht
  • zeit.de: Internet-Portal im Visier von Jugendschützern
  • chatroulette-alternative: Stranger Chat News: der neue Look von Chatroulette & Co.
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Tags:

chat, chatroulette


3 Antworten zu “Chatroulette: Anstößiges im Sekundentakt”

  1. Sandra sagt:
    19. Mai 2010 um 23:22

    ja eine gute alternative zu chatroulette ist w.w.w.coldtube.c.o.m

    Antworten
  2. Der Poker Profi sagt:
    21. Juni 2010 um 09:40

    Netten Blog den Du hier hast! Ich bin auf Umwegen auch zu Chatroulette gestossen (versuchte eine Webseite von mir darauf zu bewerben) und habe nun eine Liste mit 20 Chatroulette-Alternativen veröffentlicht: http://www.derpokerprofi.com/poker-blog/chatroulette-alternativen/
    Insbesondere die französische und die chinesische Seite sind mir dabei als deutlcih weniger “anstössig” aufgefallen als das Original.

    Antworten
    • Dan sagt:
      29. Januar 2011 um 07:03

      Eine weitere gute Website wie chatroulette ist http://www.faceflow.com

      Antworten

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