Einfach einchecken und eure Freunde wissen Bescheid, wo ihr euch gerade aufhaltet: sei es in der Mensa oder im Supermarkt, im Szene-Café oder an der U-Bahn-Haltestelle, im angesagten Club oder in der gemütlichen Kneipe um die Ecke. Schnellen und unkomplizierten Verabredungen steht nichts mehr im Wege und ganz nebenbei könnt ihr für jeden Check-in Belohnungen, sogenannte Items sammeln und diese später gegen Gutscheine, Freigetränke, Snacks, T-Shirts, Musikdownloads oder andere reale Güter eintauschen.
Möglich macht dies friendticker, eine Kombination aus Sozialem Netzwerk, Geolocation-Dienst und Echtzeitsuche. Im April diesen Jahres hat das Berliner Unternehmen servtag diesen Ortungsdienst, den viele als foursquare-Klon bezeichnen, gestartet. Auf der Webseite könnt ihr sehen, welches die Top-Locations in eurer Stadt sind, welche User besonders aktiv sind und welche Belohnungen für friendticker-Aktivitäten angeboten werden.
Interessant wird friendticker aber erst mobil: Habt ihr die kostenlose App, die auf der Webseite zum Download angeboten wird, auf ein internetfähiges Handy mit GPS-Funktion heruntergeladen, könnt ihr eure Lieblingslocations markieren, sie bewerten und eure Freunde darüber informieren. Genau wie die US-Vorbilder foursquare und gowalla, bedient auch friendticker den Spieltrieb: So könnt ihr, wenn ihr euch häufig an einer U-Bahn-Station eincheckt, zum Präsidenten der Haltestelle werden oder euch offiziell als Stammgast eurer Lieblingskneipe „outen“. Besonders aktive Nutzer können auf diese Weise ihre Stadt „erobern“ und mit ihren Freunden in einen Wettstreit um die vordersten Plätze in der Rangliste treten.
Wie bei allen anderen sozialen Netzwerken ist aber auch bei friendticker Vorsicht geboten, wenn es um die Preisgabe von persönlichen Daten geht:
- Überlegt euch genau, wer in eurer Freundesliste steht und
- wem ihr euren aktuellen Aufenthaltsort mitteilen wollt.
Denn vom Wissen, wo ihr euch gerade aufhaltet, wollen auch Werbungtreibende profitieren.
Aufpassen bei der Anmeldung: Wenn ihr euch bei friendticker kostenlos anmelden wollt, wird euch als erstes die Registrierung mit Facebook-Connect vorgeschlagen. Wenn ihr diesem Vorschlag folgt, werden eure Daten und euer Profilbild automatisch aus Facebook übernommen. Da jedoch viele User in Facebook unter ihrem realen Namen aktiv sind, besteht die Gefahr unter Umständen auch für einen größeren Personenkreis „sichtbar“ zu sein.
- Datenschützer empfehlen deshalb, sich bei friendticker unter Pseudonym anzumelden.
Weitere Informationen findet ihr hier:
- Stern.de: Wie man mit der Handy-Ortung Geld verdient
- rponline.de: Ortungsdienst sagt den Freunden Bescheid
- n-tv.de: Präsident der Stammkneipe
- netzwertig.com: Welche Chancen hat der deutsche Foursquare-Klon?








Na toll, da freut sich die Netzgemeinde schon auf so wahnsinnig wichtige Nachrichten wie “Tim ist auf dem Klo!” und “Mareike steht vor dem Joghurtregal im Aldi in Buxdehude.” ….
[...] standortbezogenen Netzwerke Foursquare und friendticker haben wir euch bereits bei Ich im netz vorgestellt. In Foursquare sammelt man Punkte und kann mit [...]