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Internet & Karriere

BranchOut – Mit Facebook Karriere machen

2. August 2010 / Sylke Wilde

Mit BranchOut gibt es jetzt eine neue Facebook-Applikation, die euch bei der Jobsuche behilflich sein kann. Das Programm greift auf die Einträge in den Nutzerprofilen zu und ermittelt, wer von euren Freunden bei welchem Unternehmen beschäftigt ist. Auf diese Weise entsteht ein beachtliches Jobnetzwerk mit direkten Firmenkontakten, das in den USA bereits als eine Art Light-Version des größten Online-Business-Netzwerkes „Linkedin“ gehandelt wird, wie die Karrierebibel schreibt. Das Online-Portal „personalmarketing2null.de“ sieht BranchOut auch als Konkurrenz zum Karriere-Netzwerk XING.

To branch out heißt übersetzt verzweigen oder verästen, und genau das will auch die gleichnamige Applikation, die wie eine Art Netzwerk in Facebook eingesetzt werden kann. BranchOut fragt, wo eure Freunde arbeiten oder gearbeitet haben und wer von denen jetzt wiederum Freunde hat, die bei dem gleichen Unternehmen beschäftigt sind. Auf diese Weise verzweigen sich die Kontakte nach Arbeitgebern und es entsteht ein Job-Netzwerk. Unternehmen können ebenfalls von dieser App profitieren. BranchOut bietet Arbeitgebern die Möglichkeit, für 30 Dollar pro Monat Stellenangebote auf einer Art virtuellen Pinnwand zu posten. Mit steigenden Nutzerzahlen und einer entsprechenden Verknüpfung mit den demographischen und Arbeitgeber-Daten der Nutzer, hat BranchOut – so vermuten Insider – durchaus das Zeug dazu, eine echte Killer-Applikation zu werden.

  • Wer jedoch mit seinen Daten sensibel umgeht, dem ist die Anwendung aus Datenschutzgründen nicht vorbehaltlos zu empfehlen. Denn in dem Moment, in dem ihr die App herunterladet und in euren Facebook-Account integriert, erteilt ihr BranchOut gleichzeitig die Genehmigung, auf eure allgemeinen Daten wie Name, Profilbild, Geschlecht, Netzwerke oder Freundesliste zuzugreifen und eure Profilinformationen, insbesondere über Ausbildung und bisherige Arbeitgeber, einzusehen und auszuwerten. Außerdem erlaubt ihr dem Programm, euch E-Mails zukommen zu lassen, Statusmeldungen, Notizen, Fotos und Videos an eure Pinnwand zu posten und die Daten eurer Freunde (Städte, Ausbildung und bisherige Arbeitgeber) auszuwerten
  • Einige dieser Punkte lassen sich zwar über die Facebook-Anwendungseinstellungen wieder deaktivieren, jedoch ist dann keine volle Funktionalität des Programms mehr gewährleistet

BranchOut befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase. Die Funktionalität wird sich mit steigender Userzahl vermutlich noch deutlich erhöhen; dennoch ist das Konzept bereits im jetzigen Stadium interessant. Wenn ihr keine Bedenken habt, eure persönlichen Daten preis zu geben, dann probiert die App ruhig aus. Seid ihr skeptisch, dann beobachtet den Hype erst einmal aus der Ferne und nutzt vorerst die bewährten Online-Jobbörsen, um euch über interessante Stellenausschreibungen zu informieren – und das weitestgehend anonym.

Weiterführender Link:

personalberater-blog.de: BranchOut – Killerapp oder Karriere-Luftschloss?

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Tags:

facebook, xing


Eine Antwort zu “BranchOut – Mit Facebook Karriere machen”

  1. Stephan sagt:
    28. Februar 2011 um 13:06

    …in Deutschland (noch) keine Alternative.

    http://linkedinsiders.wordpress.com/2011/02/27/recruiting-2-0-branchout/

    BranchOut focussiert zu stark auf das Netzwerk und zu wenig auf klassische Funktionalität, um vom Start weg alles vom Markt zu fegen.

    Hinzu kommen handwerkliche Probleme (Anbindung an Twitter funktioniert nicht immer, keine Rechnung (in D ein NoGo), keine Unterstützung eines BEwerbungsprozesses), aber das wird sich wahrscheinlich schnell ändern.

    lG
    Stephan

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