Seit November 2009 bietet das Business Netzwerk XING eine neue Referenz-Funktion an. Damit meint XING eine eher kurze Beurteilung von Personen, mit denen man beruflich zu tun hatte. So bekommen Nutzer des Portals ganz einfach einen Einblick in die Arbeitsqualitäten anderer. Allerdings steht die Funktion nur Premiummitgliedern zur Verfügung.
Der Ansatz, Referenzen zu vergeben kommt aus den USA, in Deutschland etabliert er sich eher langsam. Zwar erwarten Personaler noch keine Referenzen, doch sehen sie diese schon als Pluspunkt einer Bewerbung an. Für Freelancer sind Referenzen in jedem Fall schon jetzt sehr nützlich. Es kann dabei recht lange dauern, bis man einige wirklich gute Referenzen gesammelt hat, daher lohnt es sich, frühzeitig damit anzufangen. Und das funktioniert so:
- Ihr findet die Referenzfunktion in den Businessdaten unter „Referenzen & Auszeichnungen“.
- Dort gebt ihr in einem Formular die Position ein, für die ihr eine Referenz wünscht und sucht den Kontakt aus, den ihr um die Referenz bitten möchtet.
So sieht der XING-Experte das Referenztool
XING-Experte Joachim Rumohr wünschte sich bereits 2008 Referenzen bei XING, im November letzten Jahres beurteilte er die neu eingeführte Funktion ziemlich positiv, allerdings steckte diese da auch noch in ihren Kinderschuhen. Mittlerweile wird die Referenzfunktion zwar immer öfter genutzt, trotzdem hat sich Rumohrs Eindruck verändert. Er findet Referenzen nach wie vor wichtig, argumentiert aber, dass den Meisten das Schreiben solcher Beurteilungen ziemlich schwer fällt. Immerhin sind Referenzen in Deutschland noch nicht an der Tagesordnung, nur die wenigsten bauen Referenzen in ihre Bewerbungsunterlagen ein. Rumohr empfiehlt deswegen alternativ die Nutzung des XING- Gästebuchs. Hier fällt es nicht so schwer, etwas Positives zu schreiben, weil das Gästebuch weniger formell ist. Außerdem steht es allen direkten Kontakten offen – auch Basismitgliedern. Wenn ihr dennoch die Referenzen bei XING nutzen wollt, solltet ihr noch folgende Punkte beachten:
- Am besten schaut ihr einmal eure Kontaktliste durch und überlegt, von wem ihr euch eine ehrliche, positive Beurteilung wünschen würdet.
- Bei der Referenzanfrage ist bereits eine kurze persönliche Nachricht vorgegeben. Ihr könnt diese zwar einfach beibehalten, es ist aber immer von Vorteil, sie passend auf den Referenzgeber umzuschreiben. Schließlich bittet ihr die Person um einen Gefallen. Außerdem bietet sich hier die Möglichkeit, eure eigenen Vorstellungen mit einfließen zu lassen.
- Dabei sollte man geschäftlich miteinander zu tun gehabt haben, da Beurteilungen von Freunden oder Verwandten ganz einfach keine große Beachtung geschenkt wird. Denn diese beurteilen nicht so neutral wie beispielsweise ein Vorgesetzter.
- Wenn ihr selbst für jemanden eine Referenz verfasst, dann schreibt so authentisch wie möglich und am besten auch nur dann, wenn ihr wirklich denkt, dass die Person eine Beurteilung von euch verdient. Denn wenn ihr nicht aus Überzeugung schreibt, dann merkt man das beim späteren Lesen.
- Eine konkrete Schreibweise ist bei Referenzen von Vorteil, sie müssen auch nicht lang sein. Es geht einfach darum, die positiven Eindrücke, die ihr von jemandem habt, darzustellen.
Weitere Informationen zum Thema XING und Referenzen findet ihr hier:
- selbstaendig-im-netz.de: XING Referenzen – Wie wichtig ist Empfehlungsmarketing?
- rumohr.de/blog/: So nutzen Sie „Referenzen & Auszeichnungen“ auf XING
- blog.xing.com: Referenzen – so nutzen Sie die wichtige Funktion richtig








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