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Diaspora – Die Open Source-Alternative zu Facebook

15. September 2010 / Dario Wilding

„The privacy aware, personally controlled, do-it-all, open source social network.” Große Worte kündigen es an, das ehrgeizige Projekt von vier jungen Studenten aus New York. Ihr Vorhaben: Nichts Geringeres als eine Open Source-Alternative zu Facebook unter dem Namen Diaspora. Heute soll nun erstmals der Quelltext von Diaspora veröffentlicht werden. Doch was steckt hinter dem Projekt? Was genau bedeutet eigentlich Open Source?

Die Idee zu Diaspora entstand im Frühjahr dieses Jahres, als sich vier Studenten zusammenschlossen, um für diejenigen, die keine Lust mehr auf die sich stets verändernden Privatsphäre-Einstellungen von Facebook haben, ein alternatives soziales Netzwerk zu erschaffen. Die Resonanz auf ihre Pläne war außergewöhnlich hoch: Allein der Spendenaufruf brachte den Programmierern das 20-fache der erhofften Summe ein. Außerdem haben sich bis zum heutigen Tag über 20.000 Facebook-Nutzer als Fan über die Diaspora-Seite eingetragen.

Die wichtigste Eigenschaft von Diaspora ist der öffentliche Zugang zum Programmcode. Ähnlich wie der Browser Firefox soll Diaspora eine Open Source-Plattform darstellen und daher durch die Nutzer beliebig erweiterbar sowie den eigenen Bedürfnissen anpassbar sein.

Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der Privatsphäre und dem Datenschutz. Anders als bei Facebook lagern sämtliche persönliche Informationen des Nutzers auf seinem eigenen persönlichen Webserver, dem so genannten „seed“. Diaspora fungiert lediglich als Vermittler auf „Peer-to-Peer“-Basis. Der Vorteil ist klar: Jeder Nutzer hat volle Kontrolle über seine eigenen persönlichen Daten und kann frei entscheiden, wer welche Details einsehen kann und wer nicht.

Es bleibt zunächst einmal abzuwarten, wie gut Diaspora von der Internetgemeinde angenommen wird. Nach der heutigen Veröffentlichung des Programmcodes soll im Oktober schließlich eine fertige Alphaversion für die Benutzer erscheinen.

Was versprecht ihr euch von Diaspora? Ist es eine ernsthafte Alternative zu Facebook?

Weitere Infos zum Thema Diaspora findet ihr hier:

  • Join diaspora
  • Basicthinking.de: Freiheit und Datenschutz: Open Source Facebook-Klon ‘Diaspora’ startet im September
  • Derstandard.at: In drei Wochen will das Anti-Facebook Diaspora seine Tore öffnen

Freiheit und Datenschutz: Open Source Facebook-Klon ‘Diaspora’ startet im September

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Tags:

diaspora


Eine Antwort zu “Diaspora – Die Open Source-Alternative zu Facebook”

  1. Diaspora bittet um Spenden | ichimnetz.de sagt:
    14. Oktober 2011 um 14:01

    [...] Zweimal berichteten wir euch schon über das Projekt Diaspora. Vier junge Studenten aus New York versuchen, eine Open Source-Alternative zu den großen Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ zu entwickeln. Seit der Ankündigung des Projektes im April 2010 erlebte das Projekt einen regelrechten Boom mit Spendensummen, die jenseits aller Erwartungen lagen. [...]

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