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So tickt Google Autocomplete

11. April 2011 / Carolin Wintrich

Jeder, der ab und zu Google zur Internetrecherche nutzt, kennt die automatische Vervollständigung, die die Suche bietet. Noch während man seinen Suchbegriff eingibt, bietet Google bereits verschiedene Möglichkeiten von Suchbegriffen an. Das macht die Suche effizient und oft präziser. Aber welchen Kriterien folgt diese Vervollständigung eigentlich?

  • An erster Stelle steht dabei natürlich die Beliebtheit. Je mehr Menschen schon mal einen bestimmten Begriff gesucht haben, desto eher taucht dieser auch an oberster Stelle in den Vorschlägen auf. Dennoch ist dies–entgegen der Vermutung der meisten- nicht das einzige Kriterium, dass die automatische Vervollständigung beeinflusst.
  • Wichtig sind auch der Ort, an dem man sich befindet, sowie die Sprache, die man in den Sucheinstellungen bei Google eingestellt hat. Sitze ich gerade in New York, bekomme ich bei dem Suchbegriff „Pizza“ auch andere Vorschläge von Google als beispielsweise in Berlin. Diese Einstellungen könnt ihr auf der Google Startseite oben rechts unter „Sucheinstellungen“ einsehen und ändern.
  • Wie nicht anders erwartet, reagiert Google sehr schnell auf Trends. So kann es vorkommen, dass etwas, das früher nicht in Google Instant vorkam, plötzlich als einer der ersten Vorschläge gelistet wird, da dafür in der Öffentlichkeit gerade großes Interesse herrscht. Kleines Beispiel: Einfach mal „Prinz William“ bei Google eintippen und schon wimmelt es nur so von Hochzeitsthemen.
  • Bei allen Suchanfragen achtet Google darauf, dass Gewaltverherrlichendes oder Fremdenfeindliches direkt von der automatischen Vervollständigung ausgeschlossen wird. Jedoch ist dies nicht ganz einfach, was unter anderem daran liegt, dass das Unternehmen sich schwer tut, diese Themen eindeutig zu definieren und dann auch zu erkennen. So bekommt man beispielsweise bei Nationalitäten oder Religionen immer noch vorrangig negativ konnotierte Themenvorschläge von Google angeboten.

Ihr habt nun also einen kleinen Einblick in die Kriterien, die die Suche mit Google beeinflussen, bekommen. Dabei spielt natürlich noch wesentlich mehr eine Rolle, jedoch ist das Ganze ein kompliziertes und nicht immer ganz durchschaubares Thema. So ist nicht vollkommen klar, inwieweit Google die Vervollständigung bewusst steuert – in vielen Fällen gibt Google eine Prioritätensetzung durchaus zu, während der Konzern in anderen Fällen die teils kritisierten Suchbegriffe damit begründet, dass diese nicht durch Google selbst, sondern durch die weltweiten Suchanfragen und Interessen von Google-Nutzern bestimmt würden.

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Tags:

google


Eine Antwort zu “So tickt Google Autocomplete”

  1. Google-Suche als Mysterium | ichimnetz.de sagt:
    24. August 2011 um 14:15

    [...] im April haben wir über Google Autocomplete berichtet und erklärt, wie das Ganze funktioniert. Dass es aber bei der normalen Googlesuche auch [...]

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