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Diaspora gibt Gas

25. Mai 2011 / Carolin Wintrich

Diaspora, die Open-Source-Alternative zu Facebook, will die Entwicklung vorantreiben. Nachdem in letzter Zeit auch im öffentlichen Quellcode der Seite Sicherheitslücken aufgetaucht sind, rufen die Diaspora-Gründer erneut dazu auf, am Projekt mitzuarbeiten.

Oberste Priorität sei nun, dass Diaspora schnell weiterentwickelt würde, so der Gründer Maxwell Salzberg. Von nun an sollen alle, die an der Entwicklung beteiligt sind, auch besser ins Projekt eingebunden werden, denn auch Salzberg sieht ein, dass die Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiger Faktor ist, wenn Diaspora wirklich mit Facebook konkurrieren möchte. So wirkte Diaspora bei seinem Start vor knapp einem Jahr noch äußerst vielversprechend, da die Privatsphäre im Netzwerk Facebook heftig kritisiert wurde. Diaspora sollte als eine Art revolutionäres Netzwerk den Nutzern viel mehr Möglichkeiten liefern, ihre Privatsphäreinstellungen mitzubestimmen.

Dennoch hat Mark Zuckerbergs Netzwerk weiterhin Millionen von Nutzern dazu gewonnen und dieser Siegeszug scheint nicht so bald vorbei zu sein. Wenn Diaspora also mithalten will, dann muss das schnell passieren, das erkennen auch die Entwickler der Seite. So werde fleißig an einer verbesserten Technik gearbeitet, aber Diaspora benötigt die Hilfe von Profis, die die Sicherheitslücken beheben können, die weiterhin bestehen. Hinzu kommt, dass Diaspora über den Ruf des Facebook-Gegners hinauswachsen und offen seine Stärken kommunizieren muss. Diese Stärken bestehen nun mal vor allem im Datenschutz. Der muss dann allerdings auch wirklich sicher sein, was eben noch nicht der Fall ist.

Ein Problem von Diaspora besteht allerdings auch darin, dass nicht jeder den Aufwand einer Installation auf sich nehmen möchte. Das gehört jedoch bei Diaspora dazu, wenn der Nutzer selbst mitbestimmen möchte. Möglicherweise wird Diaspora es unter anderem deshalb schwer haben, eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Facebook darzustellen, zumal die meisten Nutzer sich durch die Sicherheitslücken bei Facebook nicht abschrecken lassen, wie stetig ansteigende Mitgliederzahlen zeigen. Zu einem Nischennetzwerk allerdings könnte sich Diaspora mausern; denn für Leute, die sich auskennen, wird es sicherlich ein großer Spaß sein, an einem solchen Quellcode mitzuarbeiten. Und der Quellcode ist nun mal das, worum es momentan für Salzberg und seine Kollegen in erster Linie geht.

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diaspora


2 Antworten zu “Diaspora gibt Gas”

  1. Ein Monat Google Plus: Erfahrungen und Meinungen | ichimnetz.de sagt:
    29. Juli 2011 um 14:34

    [...] geht in einem Zwischenbericht auf Ähnlichkeiten zwischen Google Plus und Diaspora ein. Gleichzeitig wird dem Netzwerk des Suchgiganten Chancen auf stabile Wachstumsraten [...]

    Antworten
  2. Diaspora bittet um Spenden | ichimnetz.de sagt:
    17. Oktober 2011 um 09:14

    [...] berichteten wir euch schon über das Projekt Diaspora. Vier junge Studenten aus New York versuchen, eine Open [...]

    Antworten

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