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Altly: Eine weitere Alternative zu Facebook

15. Juni 2011 / Carolin Wintrich

Vor ein paar Wochen haben wir mal wieder über Diaspora berichtet. Die scheinbar einzige Facebook-Alternative, welche jedoch einige Schwierigkeiten beim Start zu haben scheint. Jetzt haben die Jungs vom basicthinking-Blog endlich noch einen anderen möglichen Konkurrenten gefunden: Das geplante Netzwerk nennt sich Altly und wird von keinem geringeren als dem ehemaligen Myspace-Manager Dmitry Shapiro auf die Beine gestellt.

Von Diaspora unterscheidet sich Altly vor allem dadurch, dass ihm bessere finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. So ist Shapiro seit langem so gut in der Startup-Szene vernetzt, dass er bereits genug Investoren dabei hat, die bei einem sicheren Aufbau des Netzwerkes essentiell sind. Denn um dem größten Netzwerk der Welt mit fast 700 Millionen Mitgliedern den Rang abzulaufen, benötigt man ein Millionenkapital.

Alle Fans des neuen Projekts müssen sich allerdings noch gedulden, bis Altly wirklich an den Start geht. So kann man sich zwar bereits registrieren und einen Usernamen blocken, das war dann aber auch schon alles. Altly verspricht dann, den neuen Nutzer per Mail zu benachrichtigen, sobald es tatsächlich losgeht. Wann das genau ist, weiß bisher aber niemand so genau.

Und während Shapiro in einem langen Manifest zur Vorstellung des neuen Netzwerkes gegen Facebook wettert, stutzten die meisten derer, die sich auf Altly bereits registriert haben. Denn im Paradox zu Shapiros Kritik an Facebooks undurchschaubaren Einstellungen und dem mangelhaften Schutz der Privatsphäre wird dem User nach der Altly-Registrierung der Like-Button angezeigt. Auf den ersten Blick ist das ein komischer Zufall, andererseits mag es aber eine Taktik sein. Denn vielleicht haben die Macher von Altly verstanden, dass Facebook, die Datenkrake, die überall ihre Finger im Spiel hat, schwierig auszustechen ist und mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden muss. Wir finden, das könnte ein spannender Kampf werden.

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Tags:

diaspora, facebook


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