Was sind eigentlich Flashmobs?

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Beitrag vom 26. Juli 2011

Immer öfter ist derzeit von sogenannten Flashmobs zu lesen. Diese kurzen, scheinbar spontanen Menschenaufläufe auf öffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun, werden über das Internet oder spezieller über soziale Netzwerke organisiert.

Die Aktionen bzw. Planungen entstehen dabei ebenfalls meistens im Internet. Oft werden in Foren wie www.flash-mob.de und sozialen Netzwerken die Ideen, Vorschläge und Uhrzeiten ausgetauscht.  Ziel ist es möglichst viele Menschen zusammenzutrommeln, die bestimmte Aktion ausführen. So gibt es z. B. Flashmobs  bei denen sich insbesondere Jugendliche zu einer öffentlichen Kissenschlacht verabredet haben, oder sich mit Wasserpistolen nass spritzen.

Bei Youtube gibt es zahlreiche Flashmobs, die ihr euch anschauen könnt, oder ihr werft einen Blick auf die Webseite von „Best of Video Blog“. Dort findet ihr die aus deren Sicht zehn besten Flashmobs.

Es gibt übrigens auch virtuelle Flashmobs: Bei Facebook wurde beispielweise im letzten Jahr eine Aktion gestartet, bei der jeder sein Profilbild auf eine Zeichentrickfigur ändern sollte. Dies hat sich rasend schnell bei Facebook verbreitet, sodass viele Nutzer eine gewisse Zeitlang ein Comic-Foto als Profilbild hatten.

Wenn ihr selbst einen Flashmob plant, achtet darauf, dass keiner zu Schaden kommt. Flashmobs sind grundsätzlich nicht verboten, doch dürfen dabei andere Passanten weder beeinträchtigt noch gefährdet werden. Es kann ansonsten passieren, dass Kosten für die Müllentsorgung, notwendige Reinigungsarbeiten, Verdienstausfälle aufgrund von Terminversäumnissen durch Verkehrsstörungen oder Haftungsansprüche in Zusammenhang mit Unfällen und noch einiges mehr erhoben werden. Auch der „RaheBlog“ hat sich damit beschäftigt, ob Flashmobs wirklich legal sind. Laut dem Blog sollte man sich auf jeden Fall an die Straßenverkehrsordnung halten, anderenfalls kann ein „gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr” vorliegen.
Zudem muss sich der Organisator bei einem Marsch mit mehr als 200 Leuten um eine Genehmigung kümmern. Anfang Juli wurde die Innenstadt von Hannover mit Zombies belagert. Mehrere hundert verkleidete junge Leute hatten sich zu einem Flashmob verabredet. Da die Untoten jedoch keine Genehmigung für ihren Umzug durch die Stadt hatten, wurde der Flashmob von der Polizei aufgelöst.

 

Über den Autor

Lena EwaldLena Ewald

Lena Ewald ist Medienfachwirtin und arbeitet als Pressereferentin im Marketing für Heise RegioConcept, einer Dachmarke der Unternehmensfamilie Heise. Zudem ist sie für die interne Kommunikation bei Heise zuständig.

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Ichimnetz.de ist ein Weblog für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Selbstdarstellung im Internet. Hinter dem Blog stehen die Verlage von Das Telefonbuch, die damit die Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen fördern möchten.

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