Was ist eine „Cloud“?

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In letzter Zeit liest oder hört man in den Medien immer wieder den Begriff „Cloud“. Doch was ist Cloud Computing überhaupt? Cloud Computing kann man stark vereinfacht mit „Datenwolke“ übersetzen. Anwendungen und Daten befinden sich beim Cloud Computing nicht mehr auf dem lokalen Rechner, sondern auf fremden Servern, in einer sogenannten Wolke (engl. cloud). Ihr könnt also zum Beispiel eure komplette Musiksammlung, Videos, Lieblingsbücher, gespeicherte Kontakte und Rufnummern oder Textdateien in die „Cloud“ laden, und dann von überall darauf zugreifen, sei es vom Laptop, vom PC in der Schule oder von eurem Smartphone. Ob Flickr, Doodle, Dropbox oder Google Docs, es gibt viele unterschiedliche Anbieter, die sich meistens auf bestimmte Datentypen spezialisiert haben. Google bietet mit Google Docs zum Beispiel eine Art kostenlose Bürosoftware nach dem Cloud-System an. Texte, Tabellen, Präsentationen oder auch Kalender können online jederzeit bearbeitet werden, auch von mehreren Benutzern gleichzeitig.

Vorteile:

  • Da die Daten nicht auf einem bestimmten Rechner, sondern im Internet liegen, kann von überall mit jedem Gerät mit Internet-Anschluss darauf zugegriffen werden, ganz gleich, ob vom Schreibtisch-Computer, Notebook, Tablet oder Smartphone.
  • Eure Daten sind zentral gespeichert in einem Rechenzentrum, nicht auf einem speziellen Gerät. Geht also das Gerät verloren oder die Festplatte kaputt, sind eure Daten trotzdem noch da.
  • Auch anderen Nutzern kann man den Zugriff auf die Daten erlauben, sodass ihr z. B. im Team an einer Tabelle oder an einem Text arbeiten könnt.

Nachteile:

  • Ihr benötigt eine Verbindung zum Internet, sonst habt ihr keinen Zugriff auf eure Daten.
  • Eure Daten liegen bei einer Fremdfirma (z. B. Google, Microsoft, Amazon). Wo genau, ist unklar – häufig im Ausland.
  • Ganz wichtig: Keine Rechenzentrums-Betreiber und keine Anbieter von Cloud-Diensten sind völlig sicher vor Cyberattacken, auch nicht Branchenriesen wie IBM, Microsoft oder Google. Es ist also wie bei vielen Dingen: Nicht alles gehört ins Netz, nicht alles muss man an jedem Ort der Welt haben oder ansehen. Manchmal reicht auch einfach ein Blatt Papier auf dem die wichtigsten Dinge stehen. Cloud Computing ist sicherlich ein Trend, doch die Datenschutzfrage muss auch beim Cloud Computing gestellt werden.

Auch Apple hat in den letzten Wochen seine „Cloud“ vorgestellt: Nutzer können mit einem iCloud-Account Informationen von verschiedenen Geräten in einem Apple-Rechenzentrum speichern und über das Internet von überall auf die Daten zugreifen. So sollen sich Kontakte, Kalendereinträge oder Dateien von jedem Ort auf der Welt abrufen lassen. iCloud bietet damit für Text- und Tabellendokumente einen ähnlichen Service wie Googles Docs. iCloud soll Nutzern außerdem erlauben, ihre Musik online zu speichern. Ein auf iTunes gekaufter Song kann damit von bis zu zehn Geräten abgerufen werden. Ein Synchronisieren des iPhones oder W-LAN-fähiger iPods mit dem Computer fällt weg, sobald alles in der iCloud ist.

 

Weitere Informationen findet ihr hier:

n-tv.de: Was bringt mir die Cloud?

Zeit.de: Spionage inklusive

Netzwelt.de Nachteile beim Cloud-Computing

Spiegel.de Steve Jobs präsentiert die iCloud

Über den Autor

Lena EwaldLena Ewald

Lena Ewald arbeitet als gelernte Verlagskauffrau und Medienfachwirtin als Junior-Pressereferentin in der Heise Medien Gruppe.

DasTelefonbuch - Alles in einem

Ichimnetz.de ist ein Weblog für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Selbstdarstellung im Internet. Hinter dem Blog stehen die Verlage von Das Telefonbuch, die damit die Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen fördern möchten.

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