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Meinungen & Interviews

Safer Internet Day 2012: ajs-bw.de

7. Februar 2012 / Dario Wilding

Die Aktion Jugendschutz ist ein Zusammenschluss von 19 Spitzenverbänden Baden-Württembergs und setzt sich für die Stärkung, den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein. Geschäftsführerin Elke Sauerteig erzählte uns von den Zielen der Aktion und den Plänen für den Safer Internet Day.

Wie würden Sie die wichtigsten Kerngedanken beziehungsweise zentralen Ziele der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg zusammenfassen?

Ziel der Aktion Jugendschutz (ajs) ist es, den erzieherischen, strukturellen und gesetzlichen Kinder- und Jugendschutz im Land Baden-Württemberg zu fördern. Schwerpunktmäßig engagiert sich die Aktion Jugendschutz in den Fachgebieten Suchtprävention, Jugendmedienschutz und Medienpädagogik, Sexualerziehung, Gewaltprävention und interkulturelle Pädagogik. Gesetzliche Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, Rechte von Kindern und Jugendlichen gehören ebenfalls zum Aufgabenspektrum.

Viele Eltern versuchen so gut wie möglich ihre Kinder vor schädlichen Inhalten im Netz zu schützen. An welcher Stelle hört jedoch für Sie Schutz auf und fängt Übervorsorge an?

Wir nehmen keine Bewertungen von Elternverhalten vor. Unser Anliegen ist es, Eltern mit unseren Angeboten zu unterstützen. Wir setzen voraus: Eltern sind Spezialisten für ihre Kinder.

Wie sieht Ihr Programm für den Safer Internet Day 2012 aus?

Am 7. und 8. Februar führt die Aktion Jugendschutz (ajs) den ersten von drei Workshops der Fortbildung „Medienpädagogische Elternarbeit“ in Buchen im Odenwald durch. Die Aktion Jugendschutz qualifiziert in 15 Regionen Baden-Württembergs pädagogische Fachkräfte, die dann in ihren Institutionen – Schule, Kindertagesstätten etc. – medienpädagogische Angebote für Eltern bzw. Eltern und ihre Kinder anbieten. Die Fortbildung findet im Rahmen der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ statt.

Außerdem finden an zwei baden-württembergischen Standorten intergenerative Workshopangebote für Fachkräfte und Familien – also Eltern und Kinder/Jugendliche – statt, zu den Themen Umgang mit dem Internet und Umgang mit Computer- und Konsolenspielen in der Familie.

Haben Sie sich bereits in den vergangenen Jahren am Safer Internet Day beteiligt? Wenn ja, in welcher Form und wie war die Resonanz?

Ja! Veranstaltungen für Eltern und Multiplikatoren/-innen zu medienpädagogischen Themen mit bester Resonanz: gut besucht und positive Rückmeldungen.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen für den Jugendschutz in der digitalen Welt im Jahr 2012?

Das Thema Online-Spiele bzw. Altersbeschränkungen von Online-Spielen wird ein wichtiges Thema sein. Wie kann man Online-Spiele den richtigen Altersgruppen zugänglich machen?

Kinder und Jugendliche werden noch viel intensiver als bisher mobil mit ihrem Handy ins Internet gehen. Dies bringt neue pädagogische Fragestellungen für Eltern mit sich (elterliche Kontrolle ist bei mobiler Internetnutzung nicht mehr oder kaum mehr gegeben) aber auch neue technische Fragen (Filterung und Zugangsbeschränkungen auf den mobilen Geräten).

Die Umstellung bei Facebook auf das neue Profil Timeline/Chronik sowie die noch intensivere Personalisierung bei Google werden neue Fragen hinsichtlich der Preisgabe persönlicher Daten in sozialen Netzwerken mit sich bringen.

Die „Kluft zwischen den Generationen“ könnte im Bereich der Mediennutzung könnte noch größer werden. Intergenerative Angebote bei denen die Generationen voneinander lernen werden immer wichtiger.

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