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Initiativen & Aktionen

Ideenwettbewerb: Vergessen im Internet

10. Mai 2012 / Sylke Wilde

Der Umgang mit Daten geht jeden von uns an. Jeder von uns nutzt das Internet, jeder hinterlässt digitale Spuren. Das Internet vergisst nichts. Doch wie geht man damit um? Sollte man am besten auf die Kommunikation im Netz verzichten? Müssen wir akzeptieren, dass alles im digitalen Gedächtnis bleibt, oder gibt es irgendwann doch noch ein digitales Radiergummi?

Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Ideenwettbewerb, der vom Bundesministerium des Innern gemeinsam mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) ausgerichtet wurde. Schüler, Studenten, Unternehmen und Privatpersonen waren aufgerufen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und sich im Rahmen der drei Wettbewerbskategorien „Bewusstsein schärfen“, „Umgangsformen und Regeln“ und „Technik des Vergessens“ konstruktiv mit dem Thema einer ständigen Verfügbarkeit und der unbegrenzten Verbreitung von Informationen im Netz auseinander zusetzen. Vor einigen Tagen, am 7. Mai, fand die Preisverleihung der besten Einreichungen statt.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen, wie die Initiatoren auf ihrer Webseite schreiben. 113 Beiträge in Form von Plakaten, Videos, Blogs, technischen Konzepten sowie selbstgestalteten Fotoalben zeigen die Bandbreite der ideenreichen Wettbewerbsbeiträge und regen an, den breiten gesellschaftlichen Diskurs weiter fortzuführen und zu vertiefen. Prämiert wurden die außergewöhnlichsten Beiträge, die sich durch ein hohes Maß an Ideenreichtum, aber auch durch das Aufzeigen von praktikablen Umsetzungsstrategien auszeichneten.

Ein Preis ging unter anderem an den Physikstudenten Sebastian Sterz für die Webseite melting-link.com, auf der Mitteilungen mit einem Verfallsdatum versehen werden können, so dass die Rückverfolgbarkeit zu einem Nutzer erschwert wird. Die 16 Jahre alte Alexandra Person überzeugte mit einem analog (Schreibmaschine, Rollfilmkamera) produzierten Fotoalbum (PDF-Datei) „ganz ohne Foto-App und Speichern in der Cloud“, wie sich Laudatorin Marit Hansen vom ULD in Schleswig-Holstein freute. Der Schülerpreis in der Kategorie “Umgangsformen und Regeln” ging an eine Plakatserie (PDF-Datei), die in der Kieler Grund- und Gemeinschaftsschule Freiherr von Stein entwickelt wurde. Einen Sonderpreis bekam die Video-AG der Pestalozzischule Papenburg für einen Film über Cybermobbing, der zwei alternative Endungen anbietet. In der positiven Version schafft es das Mobbing-Opfer, mit den Peinigern zu reden und sich wieder in der Schule zu integrieren.

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heise.de: Vergessen im Internet: Radiergummi lässt grüßen

zeit.d Innenminister Friedrich: Vergessen im Netz technisch nicht möglich

spiesser.de: Das Internet vergisst nicht

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