Mehrere Tageszeitungen berichten derzeit auf Grundlage eines Artikels der Nachrichtenagentur dpa, dass sich in einer Schule in Nordrhein-Westfahlen die Lehrer einen Zweit-Acconut bei Facebook zulegen, um mit den Schülern auf Facebook zu kommunizieren. Auch eine 28-jährige Deutschlehrerin hat einen dienstlichen Facebook-Zugang – mit 255 „Freunden“, alles Schüler. Über Facebook ist sie ihren Schülern an der Karlschule in Hamm auch nach Unterrichtschluss nah.
Die Deutschlehrerin Marie-Theres Johannpeter ist als Account „Frau Johannpeter“ mit den Schülern befreundet und liest, was die Schüler posten. Sie bekommt mit, wenn Schüler sich zu einer Party verabreden, Liebeskummer haben usw. Doch die Lehrerin weiß, wie viel Vertrauen die Hauptschüler ihr im Netz entgegenbringen: Solange das Grundgesetz nicht verletzt wird, schreitet sie bei den Fotos der Schüler nicht ein. Sie sieht es als Vertrauensbeweis, dass sie die Schüler bei Facebook als Freund annehmen und sie das Profil sehen darf. Ab und zu klickt sie auf „Gefällt mir!“ oder kommentiert nette Fotos.
An der Karlschule wurde das bundesweite Vorreitermodell inzwischen für das Kollegium verpflichtend eingeführt. Wer bei Facebook unterwegs ist, soll mit Schülern dort nur über diesem Weg Kontakt haben. Mittlerweile ist ein Drittel des Kollegiums bei Facebook angemeldet. In ihrem beruflichen Benutzerkonto haben diese Lehrer für jede Klasse einen Gruppenchat, in dem sie Termine oder Änderungen des Stundenplans mitteilen.
Manche Schüler haben ihre Deutschlehrerin auch schon aus privaten Gründen angeschrieben. Dann wird ein Termin in der nicht-digitalen Welt vereinbart, denn der Internetchat soll das persönliche Gespräch nicht ersetzen.
Wie findet ihr diese Idee? Könntet ihr euch vorstellen mit euren Lehren auf Facebook befreundet zu sein? Oder wird an eurer Schule auch schon so ein Modell praktiziert?






[...] hier in Deutschland als vielversprechendes Modell gilt, wird in den USA abgelehnt. Lehrer sollten nicht mit Schülern in sozialen Medien [...]