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Kurzmeldungen

Ich habe was, was du nicht siehst

11. Juli 2012 / Laura Reinsdorf

Mittlerweile verfügen die meisten Haushalte, die mit dem World Wide Web verbunden sind auch über WLAN und sehr wahrscheinlich kennt jeder von euch das Phänomen, dass man bei der Netzwerksuche des PCs, Handys etc. meistens sehr viel mehr Verbindungsmöglichkeiten angezeigt bekommt, als nur das hauseigene Netzwerk.

In den seltensten Fällen bleiben die Funksignale der eigenen Basisstation da, wo sie hingehören – innerhalb der eigenen vier Wände. Gegen Hacker-Attacken setzen Drahtlosstandards zwar mittlerweile Verschlüsselungsverfahren ein, doch haben die letzten Jahre gezeigt, dass die Krypto-Methoden immer wieder erfolgreich geknackt werden konnten. Die sicherste Lösung wäre also, die Funksignale erst gar nicht aus der Wohnung zu lassen. Um das zu gewährleisten, haben Forscher am Institut Polytechnique in Grenoble in Zusammenarbeit mit dem französischen Papiertechnikzentrum CTP eine neuartige Tapete entwickelt: Ein dünner Schutzwall basierend auf so genanntem Metapapier. Das mit Silbertinte aufgetragene Muster des virtuellen Sichtschutzes soll dafür sorgen, dass Wellen auf der meistbenutzten WLAN-Frequenz von 2,4 Gigahertz nicht mehr durchdringen sondern in den Innenraum reflektiert werden. Da nur bestimmten Frequenzen der Ausbruch verwehrt wird, können Radio- und Fernsehsignale sowie Mobilfunkwellen weiterhin ungehindert ein und aus gehen. Auch aus gestalterischer Sicht lässt die Wundertapete keine Wünsche offen, da sie ohne weiteres mit dem eigentlich präferierten Wandoutfit überklebt werden kann.

Quelle: www.grenoble-inp.fr

So ganz gelöst ist das Problem der flüchtigen WLAN-Signale allerdings noch nicht. Um einen Rundumschutz zu realisieren, müssten schließlich auch Decken, Böden, Türen und Fenster mit dem Spezialpapier abgedichtet werden. Letztere sind wohl die größte Herausforderung, da für die uneingeschränkte Sicht bei gleichzeitiger Ausbruchssicherheit die Technik erst einmal transparent gemacht werden müsste.

Da drängt sich doch unwillkürlich die Frage auf: Wie wäre es, wenn wir einfach wieder auf das gute, alte und vor allem zuverlässige Kabelnetzwerk setzen, statt die Wohnung zu tapezieren?

 

Weitere Infos findet ihr unter:

  • golem.de: WLAN-Tapete schützt vor Neugierigen – oder vor Strahlung
  • newmedianetworks.wordpress.com: Neuartige Tapete schützt vor WLAN-Hacks
  • heise.de: Tapete schirmt WLAN ab
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2 Antworten zu “Ich habe was, was du nicht siehst”

  1. Links der Woche 28/12 | ichimnetz.de sagt:
    17. Juli 2012 um 16:55

    [...] Ich habe was, was du nicht siehst Tweet [...]

    Antworten
  2. WLAN_Strahlung sagt:
    24. Juli 2012 um 13:37

    Es gibt immer mehr Menschen die z.B. Kopfschmerzen von der Strahlung von Handy, DECT Schnurlostelefon und auch WLAN bekommen.

    Die Idee ist dann eher die Strahlen von “draussen” nicht “rein” zu lassen.

    In Experimenten an Zellen und Tieren zeigen sich vermehrt negative d.h. schädliche Wirkungen auf Organismen durch hochfrequente elektromagnetische Strahlung.

    Das können sogar Schüler bei JugendForscht nachweisen
    http://www.borkenerzeitung.de/nachrichten/borken_artikel,-Nur-das-Siegerstrahlen-ist-gesund-_arid,53628.html

    Das Bundesamt für Strahlenschutz rät zur Vorsorge und “empfiehlt, die persönliche Strahlenbelastung durch hochfrequente elektromagnetische Felder zu reduzieren, um etwaige gesundheitliche Risiken möglichst gering zu halten”

    “Bevorzugen Sie herkömmliche Kabelverbindungen, wenn auf den Einsatz von Bluetooth- oder WLAN-Lösungen verzichtet werden kann.”

    Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Schweiz zu WLAN: “Langzeit- und nicht-thermische Auswirkungen sind zurzeit noch ungenügend erforscht.”

    Wer sich weiter belesen möchte, findet bei der Verbraucheroganisation Diagnose-Funk

    http://www.diagnose-funk.org

    und auf der FB-Seite Mobilfunk & Gesundheit viele Informationen

    http://www.facebook.com/Mobilfunk.und.Gesundheit

    Antworten

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