Logisch, das Handy ist immer dabei und natürlich auch treuer Begleiter auf Reisen. Wollt ihr jedoch beim Blick aufs Meer auch im Netz surfen, solltet ihr die Kosten nicht aus den Augen verlieren. Internet-Flats gelten nur im Inland, im Ausland fallen die teuren Roaming-Gebühren fremder Mobilfunknetze an. Häufig kommt nach der Rückkehr der große Schock in Form einer Rechnung über mehrere hundert Euro.
Hier ein paar Tipps, damit die Ferienentspannung nicht zum Herzstillstand führt:
- Vorher beim Anbieter klären, welcher Tarif wo gilt. Außerdem solltet ihr in EU-Ländern die von der EU-Kommission vorgeschriebene Kostengrenze aktivieren, die euch informiert, wenn sich eure Kosten im Abrechnungsmonat der 60-Euro-Grenze nähern.
- Es ist außerdem sinnvoll, automatische Updates zu unterbinden. Alle Anwendungen und Dienste, auf die ihr verzichten könnt, solltet ihr deaktivieren. Auf dem iPhone müssen diese Einstellungen in jeder App einzeln vorgenommen werden, bei Android geht das zentral in der Kostenkonfiguration. Auch beim Surfen lässt sich einiges an Datenvolumen abspecken. Bewährt hat sich dabei der Browser Opera Mini (kostenlos für iOS und Android), der Websites komprimiert und das Datenvolumen um bis zu 90 Prozent schrumpft.
- Vor allem als Prepaid-Nutzer solltet ihr aufpassen und am besten einen Datenzähler nutzen, um den Überblick über euer verbrauchtes Datenvolumen zu behalten. Beim iPhone findet ihr selbigen unter Einstellungen/Allgemein/Benutzung/Mobile Datennutzung. Android 4.0 erlaubt es zusätzlich, ein Datenlimit zu setzen. Für ältere Android-Versionen findet ihr im Play Store entsprechende Apps, wie z.B. Netcounter oder Mobile Counter.
- Ihr könnt außerdem bei den meisten Mobilfunkanbietern Tarifoptionen für das Ausland buchen, wahlweise Tages- oder Wochenangebote. Doch auch hier dürfen besonders die Prepaid-Kunden unter euch nicht zu relaxed sein: Ist das gebuchte Datenvolumen verbraucht, wird nach dem teuren Normaltarif abgerechnet. Außerdem kann es passieren, dass der Anbieter durch die Tarifoption die EU-Kostenobergrenze deaktiviert.
- Die einfachste Lösung ist es, im Urlaub nur über einen Wlan-Hotspot, zum Beispiel im Hotelfoyer oder im Strandcafé mit dem Smartphone ins Internet zu gehen. Diese Hotspots sind meistens kostenlos. Aufpassen solltet ihr nur bei der Übermittlung sensibler Daten, denn auch wenn die Zugänge meist passwortgeschützt sind, kann man sich schnell ausrechnen, wie viral die Verbreitung des Zugangscodes an einem Strand voller ständig wechselnder Urlauber ist.
- Eine Alternative wäre natürlich auch, einmal gänzlich für ein paar Tage auf das Smartphone und damit WhatsApp, Facebook, Emails, Twitter etc. zu verzichten und anstelle dessen einfach nur völlig entspannt und ungestört vom normalen Alltag Sommer, Sonne, Strand und Beachschönheiten zu genießen. Ein Versuch lohnt sich!
Weitere Infos und Tipps unter:
- welt.de: So kontrolliert man die Handykosten im Urlaub
- focus.de: Roaming: Die EU senkt die Preise
- pcwelt.de: Urlaub mit Notebook und Handy





