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Plattformen, Tools & Technik

„This is now“… in London, New York oder Tokyo

13. August 2012 / Laura Reinsdorf

Über Instagram hatten wir bereits vor einiger Zeit berichtet. Ein Dienst, der nicht wie andere aus der Familie „Foto-Tool“ dazu einlädt, Bilder mit abgefahrenen Effekten und unzähligen Werkzeugen zu verschönschlechtern, sondern auf unkomplizierte Weise die Möglichkeit bietet, Fotos weiter zu verbreiten. Und eben dieses Potenzial will nun ein anderer Service ausschöpfen. „This is now“ kanalisiert öffentliche und damit ohnehin für jeden zugängliche Instagram-Fotos anhand ihres Geotags und sortiert sie den entsprechenden Städten, in denen sie aufgenommen wurden zu. Diese Bilder werden auf der Landing-Page der jeweiligen Stadt in Echtzeit veröffentlicht. Der Umfang der bislang verfügbaren Städte ist noch recht begrenzt – neben New York, Sao Paulo, Tokyo und Sydney ist natürlich auch London vollgepfropft mit Olympia-Bildern vertreten.

Täglich werden mehr als fünf Millionen Bilder mit der Smartphone-App Instagram geschossen. Dieser neue Service lässt uns einen Blick in die Leben von Instagram-Nutzern der einzelnen Städte in Echtzeit werfen. Der Dienst, der von einem Drittanbieter und nicht Instagram bzw. Facebook stammt, zapft die öffentliche API an und sortiert auf optisch sehr ansprechende Weise die Massen an Fotos. Klickt man auf eines der Bilder, gelangt man direkt zum Original des Nutzers.

Aktuell besteht leider noch das Problem der totalen Überlastung aufgrund enorm vieler Anfragen und Echtzeitdaten, die verarbeitet werden müssen. Oft bauen sich die Seiten nur sehr verlangsamt auf und momentan scheint es, dass die Infrastruktur einfach noch zu knapp bemessen ist, um dieses anspruchsvolle Projekt fehlerfrei auszuführen. Einige Startups, wie beispielsweise Color, sind daran bereits gescheitert, viele ähnliche Dienste (Vyclone, Mobli etc.) versuchen es derzeit mit ähnlichen Projekten. Ein weiterer Aspekt, den es auf dem Weg zum Erfolg zu bewältigen gilt: Viele Nutzer setzen beim Hochladen von Bildern lieber auf Massenveranstaltungen wie Facebook oder Twitter. Wir sind jedenfalls gespannt, ob es den Machern von „This is now“ gelingt, die Kinderkrankheiten zu bewältigen und sich trotz der starken Konkurrenz auf dem Markt zu etablieren.

 

Weiterführende Links:

  • gizmodo.de: Instagrams “This Is Now” bedient den Voyeur in uns
  • news.cnet.com: ‘This Is Now’: Watch the world in real time via Instagram photos
  • pcworld.com: This is Now Shows Real-Time Instagram Uploads
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