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Privatsphäre & Einstellungen

Geheime Gruppen: Vor- und Nachteile

30. Oktober 2012 / Gastautor

Hört man die Worte „Gruppe“ und „Veranstaltung“ in Verbindung mit sozialen Netzwerken, denkt man sofort an die Berichte über ausgeartete Facebook-Partys im ganzen Land. Was für Ausmaße diese Veranstaltungen haben können, zeigte ein Hamburger Mädchen namens Thessa unfreiwillig im Sommer 2011 in Hamburg.

Geschlossene Gruppen: Das Häkchen an der richtigen Stelle macht’s

Die junge Dame wollte natürlich nur eine begrenzte Zahl an Geburtstagsgästen einladen. Sie vergaß aber, bei Facebook beim Erstellen der Veranstaltung das entscheidende Häkchen zu setzen. Das Häkchen, das ihre private Geburtstagsfeier zu einer öffentlichen machte. So kamen über 1500 Menschen zusammen, um ihren Geburtstag zu feiern.

Geschlossene Gruppen bieten bei Facebook und Google+ bei richtiger Bedienung aber auch eine Menge Vorteile. In einer eigenen Gruppe mit ausgesuchten Mitgliedern lassen sich problemlos Fotos, Videos oder Gedanken austauschen, außerdem hilft die Kalender-Funktion beim Finden eines Termins. Seit Ende 2011 ist es sogar möglich, ein Textdokument hochzuladen, in das jeder reinschreiben kann.

 

 

Facebook bleibt zunächst Vorreiter

Das Netzwerk Google+ bietet ebenfalls geheime Gruppen an, jedoch nur für gewerbliche Kunden, die damit eine Art soziales Intranet schaffen können. Für private Nutzer bleiben bei Google+ lediglich die so genannten „Kreise“. Diese haben jedoch den Nachteil einer eindimensionalen Kommunikation. Man kann einer ausgewählten Nutzergruppe zwar ein Foto oder einen Text schicken, die Nutzer können aber nicht innerhalb der Gruppe darauf antworten. So kann sich innerhalb der Gruppe keine Dynamik entwickeln.

Hier hat Facebook mit vielen unkompliziert gestalteten Gruppenfunktionen klar die Nase vorn. Doch für welches Netzwerk man sich auch entscheidet, die c’t warnt in seiner neuesten Ausgabe davor, extrem vertrauliche Daten in geheimen Gruppen auszutauschen. Diese landen einerseits unverschlüsselt auf den Servern der Netzwerke, andererseits können Gruppenmitglieder diese ohne große Mühe extern weitergeben.

 

Weiterführende Links:

  • t3n.de: Neues Feature: So integrierst du Dropbox in deine Facebook-Gruppen
  • zeit.de: In Facebook-Gruppen ist keiner mehr unbeobachtet
  • allfacebook.de: Neues Design: Jetzt auch bei den Facebook Gruppen!

 

Autor des Beitrages: Malte Geers

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Tags:

datenschutz, facebook, google


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