Facebook und Twitter beeinflussen Kaufentscheidungen

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Beitrag vom 28. Februar 2013

Die Bedeutung von sozialen Netzwerken nimmt weiter zu. Bei Konsumentscheidungen liegen sie gleichauf mit dem Fernsehen, zeigt eine neue Studie.

Facebook und & Co wichtiger als Radio

Mittlerweile ist jeder Deutsche durchschnittlich bei drei sozialen Netzwerken registriert; nur 7 Prozent aller Internetnutzer verwenden gar keine sozialen Netzwerke. Auch bei Kaufentscheidungen orientieren sich die Deutschen immer stärker an Facebook, Twitter & Co. Die Produktinformationen, die sie dort bekommen sind für sie genauso wichtig wie die aus dem Fernsehen und sogar wichtiger als Informationen aus dem Radio. Im Durchschnitt lassen die Deutschen ihre Einkäufe zu knapp 8 Prozent von sozialen Netzwerken beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der Uni Münster und Roland Berger Strategy Consultants mit dem Titel „German Social Media Consumer Report 2012/2013“.

16- bis 24-Jährige besonders aktiv

Die Studie, an der mehr als 1600 Verbraucher in Deutschland teilgenommen haben, bietet einen repräsentativen Überblick über Demographie und Nutzungsverhalten deutscher Social Media-Nutzer. Die aktivste Altersgruppe der Social-Media-Nutzer ist 16 bis 24 Jahre. Die Nutzungs-Intensität fällt bei den 25- bis 34-Jährigen etwas ab, steigt dann aber wieder bei den 45- bis 55-Jährigen. Deutsche mit Abitur nutzen Social Media im Durchschnitt weniger aktiv als Deutsche mit Hauptschul- und Realabschluss. Jüngere tendieren eher zu Facebook, YouTube und Twitter. Wer-kennt-wen zieht eher ältere Nutzer an.

Neue Generation mündiger Medienkonsumenten

Darüber hinaus hat das Forscherteam erstmalig die Relevanz sozialer Netzwerke beim Produktkauf bewertet. Professor Thorsten Hennig-Thurau vom Marketing Center Münster sagt in einer Presseerklärung: „Wir beobachten eine neue Generation mündiger Medienkonsumenten in Deutschland.“ Konsumenten treffen Kaufentscheidungen auf Basis von wenigen Informationsquellen. Dazu gehören etwa Empfehlungen von Freunden, Informationen auf klassischen Webseiten oder die Beratung im Geschäft. Verbraucher, die viel Social Media verwenden, gewichten stattdessen gleichmäßiger Informationen aus mehreren Quellen. „Für Unternehmen wird es daher in Zukunft wichtiger, klar aufeinander abgestimmte Botschaften über eine Vielzahl von Kanälen zu senden“, so Hennig-Thurau. Empfehlungen von Freunden oder von Verkäufern im Ladenlokal werden in Zukunft hingegen an Bedeutung verlieren.

Die Studie „German Social Media Consumer Report 2012/2013“ könnt ihr hier kostenfrei herunterladen.

Eine schöne Grafik zu dieser Studie findet ihr auf der Webseite der Agentur Gerhard.

Über den Autor

Sylke WildeSylke Wilde

Sylke Wilde ist seit mehr als 20 Jahren im Verlagsgeschäft tätig. Die gelernte Verlagskauffrau und Kommunikationswirtin arbeitet als Pressereferentin in der Heise Medien Gruppe.

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Ichimnetz.de ist ein Weblog für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Selbstdarstellung im Internet. Hinter dem Blog stehen die Verlage von Das Telefonbuch, die damit die Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen fördern möchten.

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