Top-Don`t-do auf YouTube

Beitrag vom 1. November 2013

Heute wollen wir euch im letzten Teil unseres YouTube-Tutorials zeigen, was ihr auf YouTube nicht machen solltet. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, drehen sich diese Tipps vor allem um rechtliche Aspekte, da ihr hier einiges beachten müsst.

Allgemein gilt: Ladet nichts hoch, was ihr nicht veröffentlichen wollt bzw. was andere Personen nicht sehen sollen.

  • X-beliebige Videos auf Facebook posten kann nach hinten losgehen

Denn es besteht ein nicht allzu geringes Risiko, dass ihr euch selbst haftbar macht, vor allem, wenn das Video ohne Erlaubnis des Rechtsinhabers bereits bei YouTube hochgeladen worden ist.

Besonders hoch ist das Risiko, wenn das Video offensichtlich gegen Urheberrechte verstößt, wie z. B. bei Konzert-Aufnahmen oder Filmmitschnitten.

  • Hintergrundmusik für eigene Filme sorgsam auswählen

Wenn ihr Videos mit einer bestimmten Hintergrundmusik hochladen wollt, müsst ihr darauf achten, ob diese urheberrechtlich geschützt ist. Sprich: Ihr könnt leider nicht so einfach eure Lieblingssongs hineinschneiden und das Gesamtwerk dann hochladen.

Eine gute Lösung ist Musik mit einer so genannten „Creative Commons“-Lizenz. Dabei handelt es sich um Musikstücke, die zum Weitergeben und Hochladen gedacht sind. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

  • Es ist nicht egal, wer in euren Videos zu sehen ist

Hier kommt das Persönlichkeitsrecht zum Tragen – was äußerst kompliziert sein kann. Wichtig für euch ist, dass die Personen, die in eurem Video vorkommen, auch damit einverstanden sein müssen. Es darf z. B. niemand erkennbar sein, der das nicht sein möchte.

Mehr Infos findet ihr u.a. unter irights.info.

  • Konzertmitschnitte hochladen? NO WAY!

Da bei Konzerten „Privatkopien“ generell verboten sind, würdet ihr gegen das Urheberrecht verstoßen, wenn ihr dieses Video dann noch auf YouTube hochladet.

  • Einbetten/ Framing ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht

Hättet ihr gedacht, dass es verboten ist, YouTube -Videos auf eurer Homepage einzubetten? Das ist es aber, obgleich YouTube diese Funktion selbst anbietet!

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat darüber entschieden, dass das Einbetten bzw. Framing von YouTube-Videos gegen das Urheberrecht verstößt und somit eine Straftat darstellt.

  • Grauzone: Geblockte Videos umgehen

Die Ländersperre zu umgehen ist aktuell ziemlich einfach – so kann man z. B. mit dem YouTube-Unblocker die GEMA-Sperre umgehen und sich alle Videos angucken.
Ob es sich hierbei um eine Rechtswidrigkeit handelt, ist momentan noch nicht geklärt. Ein Gesetz gegen solche Programme gibt es (bis jetzt) noch nicht. Von daher kann man sich durch die Verwendung eines solchen Programms nicht strafbar machen.

Die Konsequenzen

Was kann einem passieren, wenn man gegen Urheber-, Persönlichkeitsrecht bzw. die AGB’s von YouTube verstößt?

Die Folgen der Strafen, die YouTube über einen verhängt, sind eher undramatisch. Denkbar wäre z. B. die Sperrung eures Profils. Was aber eher unwahrscheinlich ist.

Schwerwiegendere Folgen werden von gerichtlicher Seite auf euch zukommen. Ein bestimmtes Strafmaß kann man nicht festlegen, da jeder Fall einzeln verhandelt werden muss. Eines kann man aber sagen: eine Sperrung auf YouTube ist nichts dagegen! Die Seite irights.info kann euch da im Zweifel weiterhelfen.

Erkundigt euch am besten vor dem Video-Upload, ob ihr nicht gegen Gesetze verstoßt.

Über den Autor

Sarah GoldbachSarah Goldbach

Sarah Goldbach ist als Sales Manager in der Verlagsbranche tätig und studiert berufsbegleitend an der FOM Hamburg.

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