10 Fragen an Coconut Sports-Bloggerin Franzi

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Beitrag vom 13. Januar 2016

Sie reist für ihr Leben gern. Ob national oder international – Franzi liebt es, neue Orte zu entdecken. England, Thailand, USA und Japan sind nur einige der vielen Länder, die Franzi bereits erkunden durfte. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen teilt sie sowohl auf ihrem Blog “Coconut Sports” als auch auf ihrem Instagram-Account. Uns hat sie erzählt, was sie zu ihrem Blog inspiriert hat und was sie für die Zukunft plant.

Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Instagram-Profil bzw. ein Reiseblog zu starten?

Coconut Sports ist schon seit Februar 2014 live, aber erst seit September 2014 ein klassischer Reiseblog. Zuerst wollte ich einfach nur eine eigene Webseite aufbauen und darauf ein paar Sachen ausprobieren, die ich mir in meinem damaligen Job im Bereich Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung angeeignet hatte. Dann habe ich aber immer wieder Reiseberichte und persönlichere Artikel einfließen lassen, die ziemlich schnell ziemlich viele Leser angezogen haben. Das (Reise-)Bloggen hat mir dann so viel Spaß gemacht, dass ich am Ende dabei geblieben bin.

Den Instagram-Account habe ich erst ein paar Monate später eröffnet. Als Blogger sollte man ja alle Social-Media-Kanäle bedienen, um mehr potenzielle Leser zu erreichen. Um Instagram habe ich mich aber ziemlich lange herumgedrückt, weil ich damit nicht viel anfangen konnte. Heute kann ich das gar nicht mehr verstehen. Instagram ist mittlerweile meine große Leidenschaft und auch der Social-Media-Kanal, der mir am meisten Spaß macht.

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London Calling: Von der Westminster Abbey…

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… zur weltberühmten Telefonzelle.

Wo suchst du nach Inspirationen?

Ich reise privat und beruflich unglaublich viel, da kommt die Inspiration eigentlich von selbst. Ab und zu kommt aber auch einfach so eine Idee in meinen Kopf geschossen – zum Beispiel wenn ich mich mit Freunden unterhalte oder alte Fotos durchklicke. Dann muss ich auch direkt alles aufschreiben, was mir in dem Moment einfällt. Denn genauso schnell wie die Ideen kommen, verschwinden sie leider auch wieder.

Wie viel Zeit investierst du in den Blog?

Ganz ehrlich? Viel zu viel! Mittlerweile geht wirklich ein großer Teil meiner Freizeit für den Blog drauf. Und was Social Media angeht, bin ich fast ein bisschen süchtig und werde richtig nervös, wenn ich längere Zeit keinen Zugriff auf Instagram und Facebook habe.

Am Anfang war das wahnsinnig frustrierend: Arbeit ohne Ende und kaum Besucher, geschweige denn Feedback von den Lesern. Mit den steigenden Zugriffszahlen und der zunehmenden Interaktion hat sich das zum Glück geändert. Dass so viele Menschen meinen Blog lesen, meinen Social-Media-Kanälen folgen und ab und zu einen Kommentar dalassen motiviert mich unglaublich. Das größte Geschenk, das mir ein Leser machen kann, ist ein netter Kommentar auf meinem Blog oder auf Instagram, Facebook & Co.

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Auch Sportübungen sind auf Franzis Account zu sehen.

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Ein echter Sportfan: Franzi beim Skifahren in Sölden.

Welches Equipment benötigst du zur Bearbeitung deiner Bilder?

Aktuell nutze ich Photoshop und ab und zu Lightroom. Die meisten Fotos schieße ich mit der Nikon 3100, die brauchen nicht viel Nachbearbeitung. An meinen Handyfotos schraube ich ein bisschen länger herum, um ihnen mehr Aussagekraft zu verleihen.

Wie ist das Feedback deiner Follower?

Ziemlich gut bisher, besonders die persönlicheren Artikel kommen ziemlich gut an. Manchmal würde ich mir noch ein paar mehr Kommentare wünschen, sodass ich besser einschätzen kann, was meine Leser mögen und was nicht. Da muss ich mich aber selbst an der eigenen Nase fassen: Ich lese so oft Artikel und bin dann zu faul, einen Kommentar zu hinterlassen.

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Franzi auf der Capilano Suspension Bridge in Vancouver.

Wie gehst du mit negativen Reaktionen um?

Da bin ich eigentlich entspannt – man kann es nicht jedem Recht machen. Manchmal schreibe ich auch kritischere Artikel, zum Beispiel zum Thema Flüchtlingskrise, Schulsport, Vorurteile oder Blogger Relations. Obwohl die Reaktionen bisher überwiegend positiv waren, habe ich natürlich auch schon negative Kommentare bekommen. Das stört mich aber nicht, solange die Diskussion sachlich bleibt.

Was sagen deine Freunde und Verwandten zum Blog?

Die, die ihn lesen, finden ihn cool. Aber ich glaube, nur die wenigsten verstehen, wie viel Arbeit hinter der Seite eigentlich steckt.

Hat sich in deinem Leben etwas durch Instagram geändert?

Ich verbringe definitiv noch mehr Zeit am Handy, seit ich bei Instagram aktiv bin. Beim Fotografieren auf Reisen achte ich auch noch mehr darauf, ob die Motive für die Plattform geeignet sind. Und überraschenderweise lernt man auf Instagram sogar ab und zu ganz coole Leute kennen. In Südkorea habe ich mich zum Beispiel ganz spontan mit einer Bloggerin getroffen, die mir ihre Heimatstadt Seoul gezeigt hat. Seit ich die 10.000er-Marke geknackt habe, kommen auch immer mehr Kooperationsanfragen.

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Beeindruckende Aussicht: Carrizalillo Beach in Puerto Escondido

Was hast du für konkrete Pläne?

Ich traue mich immer gar nicht, das laut auszusprechen. Aber mein größter Wunsch wäre es, irgendwann vom Bloggen leben zu können. Dafür will ich mich 2016 noch mehr in die Arbeit stürzen und auch langsam aber sicher einen größeren Fokus auf die Monetarisierung legen. Außerdem will ich mehr Präsenz auf Messen und Bloggerevents zeigen. Ansonsten werde ich natürlich weiter so viel wie möglich reisen, um den Blog regelmäßig mit Geschichten zu füllen. Dieses Jahr ist ab Oktober auch wieder eine Langzeitreise geplant.

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So lässt es sich leben: Franzi in Thailand.

Welche Tipps kannst du unseren Lesern, die ebenfalls daran interessiert sind, Blogger zu werden, mit auf den Weg geben?

Viele neue Blogger können es gar nicht erwarten, mit dem Schreiben loszulegen und greifen sich dann oft das nächstbeste Theme und irgendeine Plattform, die ihnen am einfachsten erscheint. Das geht meistens nach hinten los. Denn unprofessionelle Blogs mit gruseligem Design mögen weder die Suchmaschinen noch die Leser selbst. Auch das planlose Installieren von Plugins bereut ihr spätestens dann, wenn euch ein neues Update den kompletten Blog zerschießt.

Geht deshalb von Anfang an zu WordPress, besorgt euch eine eigene Domain und gebt gegebenenfalls auch ein paar Euro für ein anständiges Theme aus. Das ist am Anfang natürlich mit viel Arbeit und Tüftelei verbunden. Vor allem in den technischen Teil des Bloggens werdet ihr euch erstmal ein paar Tage oder sogar Wochen einlesen müssen. Aber glaubt mir, es lohnt sich. Wenn ihr im Bekanntenkreis einen Webdesigner oder Entwickler habt, der euch beim Blogaufbau ein bisschen unterstützen kann, umso besser.

Ein paar Grundkenntnisse in den Bereichen SEO (Suchmaschinenoptimierung), Fotografie und Bildbearbeitung solltet ihr euch auch aneignen. SEO-technisch halte ich mich auf dem neuesten Stand, indem ich die einschlägigen Blogs verfolge. Zum Thema Fotos und Bildbearbeitung gibt es auf Youtube extrem gute Tutorials. Am liebsten arbeite ich persönlich mit Photoshop – eine gute und günstigere Alternative ist aber auch Lightroom.

Ich würde euch außerdem davon abraten, alles auf eine Karte zu setzen und nur bei Instagram oder auf einer anderen Social-Media-Plattform zu bloggen. Jede Plattform kann irgendwann von der Bildfläche verschwinden (StudiVZ), für Nutzer uninteressant werden (Google+) oder Beiträge nur noch gegen viel Geld an eure Follower ausstrahlen (Facebook). Auf eurer eigenen Webseite kann euch niemand reinreden und ihr könnt sie so gestalten, wie ihr es für richtig haltet.

Franzi im Web:

Blog Coconut Sports

Instagram

Facebook

Autor

Sara Rodrigues

DasTelefonbuch - Alles in einem

Ichimnetz.de ist ein Weblog für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Selbstdarstellung im Internet. Hinter dem Blog stehen die Verlage von Das Telefonbuch, die damit die Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen fördern möchten.

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