Sicheres Passwort: So macht ihr es richtig

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Beitrag vom 6. Januar 2016

Trotz endloser Schlagzeilen über Passwort- und Identitätsdiebstähle, verwenden viele Internetnutzer nach wie vor unsichere Passwörter, die für Hacker leicht zu knacken sind. Dies zeigt eine neue Untersuchung des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik (HPI), das 2015 fast 35 Millionen geraubte Identitätsdaten aufgespürt hat.

„123456“ ist beliebtestes Passwort

Sicherheitsforscher raten seit Langem zu komplexeren Passwörtern, doch Internetnutzer bevorzugen weiterhin einfache Zahlen- und Buchstabenreihen. Dabei suchen sich viele überaus simple und damit riskante Kombinationen aus. „123456“ ist weiterhin das beliebteste Passwort, teilten Experten des HPI mit. Ebenfalls beliebt sind Zeichenfolgen, die auf der Tastatur in einer Reihe liegen, wie z. B. „qwertz“. Auch „password“ sowie Vornamen oder Begriffe aus dem Wörterbuch sind ganz vorne mit dabei. Experten warnen vor solch einfachen Passwörtern; sie sind für Hacker mit Hilfe spezieller Computerprogramme in wenigen Sekunden zu knacken.

Eigene E-Mail-Adresse überprüfen

Ob ihr selbst Opfer eines Datendiebstahls seid, könnt ihr mit dem Identity Leak Checker des HPI ermitteln. Hier könnt ihr mit Hilfe eurer E-Mail-Adresse prüfen, ob eure persönlichen Identitätsdaten (etwa Passwörter, Kontonummern) bereits im Internet veröffentlicht wurden. Dazu müsst ihr einfach eure E-Mail-Adresse eingeben und anschließend bekommt ihr eine Benachrichtigungs-Mail vom HPI.

5 Tipps für ein sicheres Passwort

Wer im Internet unterwegs ist, braucht sichere Passwörter und damit ein sehr gutes Gedächtnis: Ob der Facebook-Account, Spotify oder das iTunes-Kundenkonto – jeder Dienst verlangt nach einem Passwort. Doch wie sieht ein sicheres Passwort aus? Wir geben euch 5 Tipps.

1. Ein komplexes Passwort erstellen

Verwendet keine einfach zu erratenden Passwörter wie die bereits oben genannten. Erstellt stattdessen ein Passwort, das lang genug ist (mind. acht Zeichen) und achtet insbesondere auf eine Kombination aus Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.

2. Keine Notizen

Auch wenn komplexe Passwörter schwer zu merken sind, solltet ihr euch diese niemals notieren oder auf dem Computer oder Handy abspeichern. Falls ihr euer Passwort doch aufschreiben müsst, dann bewahrt den Zettel an einem sicheren Ort wie dem Notizbuch auf.

3. Eselsbrücken

Denkt euch einen Satz aus. Benutzt dabei beispielsweise von jedem Wort nur einen Buchstaben oder die Konsonanten. Darüber hinaus könnt ihr die Buchstaben in Zahlen umwandeln wie „A“ wird zu „1“, „B“ wird zu „2“ usw.

4. Voreingestellte Passwörter ändern

Bei der Registrierung auf Internetseiten werden häufig voreingestellte Passwörter verschickt. Diese solltet ihr nach dem ersten Login ändern und ein eigenes Passwort erstellen.

5. Verschiedene Passwörter verwenden

Ein einheitliches Passwort für alle Accounts ist zwar einfach zu merken aber stellen auch ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Wird ein Zugang geknackt, so macht ihr den Zugriff auf andere Konten leicht. Deshalb gilt die Regel: Pro Konto jeweils ein eigenes, sicheres Passwort verwenden.

Weitere Informationen findet ihr hier:

stern.de: Passwort-Diebstahl: So überprüfen Sie, ob Ihre Daten im Netz gestohlen wurden

impulse.de: Sicheres Passwort: Die schlechtesten Passwörter 2015 – und wie Sie es besser machen 

golem.de: Identity Leak Checker: “123456” beliebtestes Passwort in geleakten Daten 

Autor

Sara Rodrigues

DasTelefonbuch - Alles in einem

Ichimnetz.de ist ein Weblog für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Selbstdarstellung im Internet. Hinter dem Blog stehen die Verlage von Das Telefonbuch, die damit die Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen fördern möchten.

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