Pokémon Go führt Spieler in Einkaufszentren

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Beitrag vom 17. Februar 2017

Spieler von Pokémon Go dürften ab morgen deutlich häufiger in Einkaufszentren anzutreffen sein. Die Entwickler von Niantic Labs verlagern im Auftrag von Werbekunden Pokéstops und Arenen in Einkaufszentren.

Spieler als Zielgruppe

In grauer Vorzeit, als Werbebanner noch direkt in Spiele eingebaut werden mussten, war es schwierig, Spieler als Zielgruppe für Werbung zu erreichen. Schnell waren Spieler genervt von der Werbung in Spielen für die sie ohnehin schon Geld zahlen mussten. Durch die rasante Entwicklung von mobilen Geräten mit wachsender Rechenleistung, verlagert sich die Welt der Spiele zunehmend auf Smartphones und Tablets. Dadurch lassen sich ganz neue Geschäftsmodelle realisieren, in denen Spieler, wie bei anderer kostenloser Software auch, mit ihren Daten bezahlen. Mit Pokémon Go konnten die Entwickler von Niantic Labs erstmals ein Spiel in die “echte” Welt einbetten, so dass Spieler etliche “echte” Kilometer im Spiel zurücklegen. Nun sorgen Werbekunden dafür, dass sie dieser Weg auch zum richtigen Ziel führt.

Werbung war gestern

Am morgigen Samstag beginnt im mobilen Spielehit Pokémon Go eine neue Ära der Vermarktung. In Kooperation mit Unibail-Rodamco, einem Betreiber von Einkaufszentren, locken Niantic Labs Spieler in Zukunft deutlich öfter in diese Einkaufszentren. Von den 58 in Europa betriebenen Malls befinden sich mit den Gropius Passagen in Berlin, den Pasing Arkaden in München und dem Centro in Oberhausen sogar drei davon in Deutschland. Ganz frei nach dem Motto: “Wozu Kunden mit Werbung locken, wenn man sie direkt ins Einkaufszentrum bringen kann?”, werden Spieler durch Items und Orte im Spiel an die Malls gelockt, wo sie, geht es nach den Betreibern, möglichst viel Umsatz generieren sollen. Um Spieler zu motivieren auch tatsächlich zum Smartphone zu greifen und sich zu den Pokéstops und Arenen im Einkaufszentrum zu begeben, werden außerdem 80 neue Pokémon ins Spiel eingebettet.

Weitere Neuerungen

Zu den neuen Monstern gehören vor allem Pokémon, die in der klassichen Gameboy Variante erst in der silbernen und goldenen Edition auftauchten. Hinzu kommen Änderungen beim Fangen von Pokémon. Spieler können dabei künftig zwei neue Beeren einsetzen. Die Nanabbeere, die die Bewegung des zu fangenden Pokémon verlangsamt und die Sananabeere, die die Anzahl der Bonbons verdoppelt, sollte man das Pokémon tatsächlich beim nächsten Versuch fangen. Außerdem können sich Trainer zukünftig über eine größere Auswahl an Klamotten für ihr Alter-Ego erfreuen. Dazu gehören unter anderem neue Kopfbedeckungen, Hemden und Hosen.

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Über den Autor

Benjamin LorenzBenjamin Lorenz

Benjamin Lorenz absolviert derzeit sein Bachelor an der Humboldt-Universität zu Berlin im Fach Informatik und arbeitet nebenbei als Softwareentwickler beim Ökostromversorger Lumenaza.

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Ichimnetz.de ist ein Weblog für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Selbstdarstellung im Internet. Hinter dem Blog stehen die Verlage von Das Telefonbuch, die damit die Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen fördern möchten.

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