Adblock+ reagiert auf Kritik

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Beitrag vom 17. März 2017
Eyeo, das Unternehmen, das hinter Adblock+ steht, will künftig nicht mehr selbst über die Regeln bei Adblockern und akzeptable Werbeanzeigen entscheiden. Künftig wird ein Gremium die Regeln festlegen.

Kein eigenes Whitelisting mehr

Der Anbieter des Werbeblockers Eyeo und Adblock+ wird ab sofort die Kriterien der akzeptablen Werbung nicht mehr selbst festlegen. Die Arbeit wird an das bereits seit 2011 bestehende Acceptable-Ads-Committee übertragen. Um das Geschäftsmodell von Eyeo wurden in der Vergangenheit mehrere Gerichtsverfahren geführt.

Committee aus allen Interessensgruppen

Die ersten Mitglieder des Committee wurden von Eyeo selbst bestimmt. Zukünftig soll aber das Gremium auch über Nachbesetzungen autonom entscheiden. Die Gruppe soll verschiedene Interessensbereiche repräsentieren. Darunter die Interessen der Verleger, vertreten vom Verlag Condé Nast und den Veranstaltern der Ted-Talks. Aus dem Bereich der Werbetechnik sind Rocket Fuel, Rakuten Marketing, Native Ads, Sharethrough und andere Anbieter dabei. Auch der Bereich des Verbraucherschutzes soll repräsentiert sein, ist aber derzeit nicht besetzt. Bei den “Digital-Rights-Initiativen” ist die eher unbekannte Gruppe Fight for the Future dabei.

Auch User sollen Mitglieder im Committee stellen

Die Gruppe der Nutzer soll ebenfalls vertreten sein. Bewerbungen dafür werden seit Mittwoch angenommen. Eyeo bezeichnet diese Entscheidung selbst als “in seiner Art einzigartig”, da erstmals auch Verbraucherinteressen vertreten werden. Jede der Gruppen wird in dem Komitee durch ein stimmberechtigtes Mitglied vertreten. Dieses Mitglied soll innerhalb der eigenen Interessensgruppe Diskussionen führen.

Umstrittene Geschäftspraktiken von Eyeo

Die Methoden von Eyeo sind umstritten. Besonders das bezahlte Whitelisting von Werbung sorgte in der Netzgemeinschaft für einen Aufschrei. Außerdem geht es im Streit zwischen Eyeo und dem Axel-Springer-Verlag darum zu klären, ob das Werbeunternehmen selbst für die Easylist zur Umgehung von Werbeblockern verantwortlich ist, oder ob dies von unabhängigen Nutzern gepostet wird.

Weitere Links:

Eyeo Homepage

Über den Autor

Benjamin LorenzBenjamin Lorenz

Benjamin Lorenz absolviert derzeit sein Bachelor an der Humboldt-Universität zu Berlin im Fach Informatik und arbeitet nebenbei als Softwareentwickler beim Ökostromversorger Lumenaza.

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Ichimnetz.de ist ein Weblog für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Selbstdarstellung im Internet. Hinter dem Blog stehen die Verlage von Das Telefonbuch, die damit die Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen fördern möchten.

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