Disputed News: Facebook kennzeichnet “Fake News”

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Beitrag vom 10. März 2017

Facebook reagiert auf die anhaltende Kritik und beginnt mit der Kennzeichnung von sogenannten “Fake News”. Artikel mit zweifelhaftem Inhalt werden in Zukunft als “disputed News” also als umstrittene Nachrichten gekennzeichnet. Damit will Facebook seine Nutzer vor “Fake News” schützen.

Rotes Ausrufezeichen

Auf einer Hilfeseite erklärt das soziale Netzwerk, wie es die umstrittenen Nachrichten “disputed News” bewertet und kennzeichnet. Von Nutzern gemeldete Artikel werden von sogenannten Fakten-Checkern überprüft und gegebenenfalls mit einem Button versehen, auf dem ein rotes Ausrufezeichen zu sehen ist. Facebook warnt auf diese Weise zum Beispiel vor einem Artikel über Donald Trumps Android-Telefon, das angeblich Quelle diverser Leaks aus dem Weißen Haus sei. Ursprünglich hatte Facebook im Januar angekündigt, “Fake News” mittels eines Algorithmus ausfindig zu machen und gezielt abzuwerten.

Unabhängige Fakten-Checker

Anscheinend bereitet der komplexe Prozess, einen Artikel daraufhin zu bewerten, ob die Fakten darin der Realität entsprechen oder nicht, dem Algorithmus aber Probleme, so dass nun auf menschliche Fakten-Checker zurückgegriffen werden muss. Diese arbeiten unter anderem für Snopes.com und PolitiFacts und bewerteten den oben genannten Artikel für unglaubwürdig. Zusätzlich zu den Meldungen der Nutzer setzt das soziale Netzwerk außerdem Software ein, um unglaubwürdige Artikel ausfindig zu machen. Um als “Fake News” eingestuft zu werden, müssen mindestens zwei der beauftragten Fakten-Checker den Artikel als unglaubwürdig bewerten. Der Nachteil an diesem Vorgehen liegt aber auf der Hand: In den schnelllebigen sozialen Netzwerken sorgt die schiere Fülle an Beiträgen dafür, dass es durchaus ein paar Tage dauern kann, bis ein Artikel gekennzeichnet wird.

Weitere Links:

Auflistung von Fake News Seiten (Wikipedia)

Über den Autor

Benjamin LorenzBenjamin Lorenz

Benjamin Lorenz absolviert derzeit sein Bachelor an der Humboldt-Universität zu Berlin im Fach Informatik und arbeitet nebenbei als Softwareentwickler beim Ökostromversorger Lumenaza.

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Ichimnetz.de ist ein Weblog für Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Selbstdarstellung im Internet. Hinter dem Blog stehen die Verlage von Das Telefonbuch, die damit die Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen fördern möchten.

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